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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bionik / Leichtbau

Thomas Günnel,

Festos SmartBird – der mechatronische Vogel

Fliegen wie ein Vogel: Bislang scheiterte dieser Ansatz oft am komplexen Bewegungsablauf. Festo präsentierte auf der Hannover Messe nun den SmartBird, das erste künstliche Flugmodell, das sich wie sein lebendes Vorbild, die Silbermöwe, mittels Flügelschlag eigenständig bewegt.

© Festo

Mit einer Spannweite von zwei Metern sogar etwas größer als sein natürliches Vorbild die Silbermöwe, bewegt sich der SmartBird ähnlich agil und selbstständig.

© Festo

Der SmartBird fliegt, gleitet und segelt durch die Luft, wie sein natürliches Vorbild. Vor- und Auftrieb erzeugt das rund 450 Gramm leichte Flugmodell ausschließlich durch das Schlagen der beiden Flügel, die eine Spannweite von Metern aufweisen. Der Schlüssel dazu liegt in einer besonderen Bewegung - seine Flügel schlagen nicht nur auf und ab, sondern verdrehen sich gezielt. Dies ermöglicht ein aktiver Gelenktorsionsantrieb, mit dem sich der SmartBird von den bisherigen Schlagflügelapparaten unterscheidet. Das ultraleichte Flugmodell kann damit eigenständig starten, fliegen und landen – ohne zusätzlichen Antrieb. Mit einer Akkuladung fliegt der SmartBird cirka 18 Minuten.

Die On-Board-Elektronik ermöglicht eine präzise Ansteuerung der Flügel. Zusätzlich können die Steuerparameter in Echtzeit eingestellt und optimiert werden. Die Steuerung des Ablaufs von Flügelschlag und Verdrehung erfolgt im Millisekunden-Takt. Die elektromechanischen Wirkungsgrade betragen nach Aussagen von Festo bis 45 %, die aerodynamischen Wirkungsgrade bis zu 80 %. Mögliche Einsatzgebiete der Technologie des SmartBird reichen von Hubflügelgeneratoren zur Energiegewinnung bis zu Stellantrieben in der Prozessautomation.

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