Bionik

Davina Spohn,

Festo sucht kreative Ideen zur räumlichen Inversion

Der Startschuss für die Festo-Challenge „Principle to Product 2012/2013“ ist gefallen. Ziel des Wettbewerbes ist es, eine kreative Idee für eine funktionale Anwendung der Inversion im industriellen Umfeld zu finden. Den Wettbewerbs-Teilnehmern winkt eine Prämie von insgesamt 30.000 Euro.

© Festo

Ausgeschrieben haben den deutschlandweiten Wettbewerb das Bionic Learning Network von Festo und der Rat für Formgebung - eine unabhängige Stiftung, die Unternehmen bei der Marken- und Designentwicklung unterstützt. Angesprochen sind Studierende der Bereiche Industrie-/ Produktdesign und Ingenieurswissenschaften.

Der Wettbewerb soll die Teilnehmer dazu anregen, dem Phänomen der räumlichen Inversion als innovatives Antriebskonzept interdisziplinär zu begegnen. Die Umsetzung der Gewinneridee fasst das Unternehmen fest ins Auge. „Neue Ideen werden nur zur erfolgreichen Innovation, wenn sie in marktreife Produkte umgesetzt werden. Hierbei kommt Design als Innovations- und somit als Wirtschaftsfaktor eine zentrale Rolle zu“, bestärkt Andrej Kupetz, Hauptgeschäftsführer des Rates für Formgebung, das Wettbewerbskonzept. Die Gewinneridee der Festo-Challenge möchte Festo auf der Hannover Messe 2013 präsentieren.

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Als Inspiration für die Wettbewerbsteilnehmer könnte die Präsentation von Festo auf der Hannover Messe im April 2012 dienen: Der „SmartInversion“, ein mit Helium gefüllten Flugkörper“ gleicht einer Gliederkette und bewegt sich durch seine eigene Umstülpung fort. Abgeleitet ist die Form des Flugkörpers von einem Würfelgürtel, der vom Künstler und Techniker Paul Schatz 1929 entdeckt worden ist. Er zerlegte einen Würfel in zwei Sternkörper und einen sechsgliedrigen Gelenkring, der sich fortwährend umstülpen lässt und dadurch unterschiedliche Formen annimmt. Damit erweiterte Paul Schatz die bislang auf Rotation (Drehung) und Translation (lineare Bewegung) beruhende Getriebelehre durch die Inversion (Umstülpung).

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