Wago Kontakttechnik

Günter Herkommer,

Ethernet-Controller und -Koppler der 2. Generation

Derzeit laufen bei Wago die letzten Tests für den neuen „Ethernet-Controller 2.0“ (im Bild), der Ende Juli auf den Markt kommen soll. Ebenfalls in den Startlöchern: Ein Feldbuskoppler für Modbus/TCP und Ethernet/IP, welcher über einen integrierten Switch erstmals zwei Ethernet-Schnittstellen bereitstellt.

© Wago

Der Ethernet-Controller 750-881 löst den Controller 750-841 ab und ist als Bindeglied zwischen verschiedenen Signalen aus dem Feld und den IT-Anwendungen ausgelegt, die keine „harte" Echtzeit erfordern. Im Vergleich zu seinem Vorgänger arbeitet der „Ethernet-Controller 2.0" mit höheren Taktfrequenzen und einer verbesserten Verarbeitungsstruktur.

Die integrierte SPS (programmierbar mit Codesys gemäß IEC 61131-3) ist multitaskingfähig. „Diese Eigenschaften lassen ihn SPS-Programme um 100 % schneller abarbeiten", betont Dr. Thomas Albers, Leiter Technik Automation bei Wago,  im Rahmen der Vorpressekonferenz zur Hannover Messe 2010, wo der Controller erstmals dem Fachpublikum gezeigt wird. Mit 1 Mbyte Programmspeicher, 512 kByte Datenspeicher und 32 kByte Remanentspeicher bietet der neue Controller zudem doppelt so viel Speicherkapazität wie sein Vorgänger.

Damit können größere SPS-Programme gespeichert sowie mehr Webseiten und Rezepturen abgelegt werden. Ein integrierter Switch vereinfacht die Vernetzung des Feldbusses in Linientopologie. „Dadurch kann auf separate Switches im Netzwerk weitgehend verzichtet werden", erklärt Albers und ergänzt: „Die IP-Adresse lässt sich zusätzlich über DIP-Schalter einstellen, was die Inbetriebnahme vereinfacht."

Was den neuen Feldbuskoppler betrifft, so ist dieser im low-cost-Bereich angesiedelt. Bei Kosten von rund 150 Euro will Wago mit dieser Komponente dazu beitragen, mehr Automatisierungsapplikationen für Ethernet zugänglich zu machen.

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Hohe Entwicklungsaufwendungen auch in der Krise

Die neuen Ethernet-Komponenten sind nur zwei von vielen weiteren Innovationen, die Wago in den letzten drei Jahren auf den Weg gebracht hat, und mit denen der Mindener Spezialist für Verbindungs- und Automatisierungstechnik nach einem harten Jahr 2009 wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren möchte.

Obwohl Wago beim Umsatz ein Minus von knapp 17 % hinnehmen musste - von 453 auf 380 auf Mio. Euro -, wurden laut Geschäftsführer Sven Hohorst allein im letzten Jahr 20 Mio. Euro in die Entwicklung neuer Produkte investiert, die nun auf den beiden April-Messen - der Hannover Messe sowie der Light+Building in Frankfurt - erstmals zu sehen sein werden. Neben den Ethernet-Komponenten zählen hierzu eine komplett neue Generation der „Wago-Klemmen" für die Elektroinstallation sowie ein neues, standardisiertes Leuchtenanschlusssystem (WINSTA).

Was das laufende Geschäftsjahr unter dem Strich bringen wird, wagt Hohorst derzeit nicht vorauszusagen. Sein Wunschziel: „Wir wollen die Lücke zwischen 2008 und 2009 möglichst wieder schließen. Die Entwicklung in den Monaten Januar und Februar machen berechtigte Hoffnung, dass dies zu schaffen ist. Aber es sind noch zehn Monate!"

(Mehr zu den Neuheiten von Wago und zur wirtschaftlichen Entwicklung lesen Sie in der April-Ausgabe der Computer&AUTOMATION; Erscheinungstermin 14.04.2010)

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