ABB Deutschland

Günter Herkommer,

Durchwachsene Bilanz für 2009

Die weltweite Wirtschaftskrise hat auch bei der deutschen Landesgesellschaft des ABB-Konzerns ihre Spuren hinterlassen. Der Umsatz sank um 14 % von 3,69 Mrd. Euro auf 3,18 Mrd. Euro, der Auftragseingang ging gegenüber dem Rekordjahr 2008 von 3,44 Mrd. Euro um 11 % auf 3,05 Mrd. Euro zurück.

ABB-Chef Peter Smits: „Die deutsche ABB fühlt sich trotz des herausfordernden Umfeldes für das laufende Geschäftsjahr 2010 gut gerüstet.“

Trotz dieser Zahlen und eines Ergebnis-Einbruches (EBIT) um 42 % von 373 Mio. Euro auf 217 Mio. Euro sieht Peter Smits, Vorstandsvorsitzender der ABB AG und Leiter der Region Zentraleuropa, das Unternehmen auf gutem Kurs: „Zu unserem Geschäftserfolg in einer sehr schwierigen Zeit hat das globale Kostensenkungsprogramm mit beigetragen, das wir in Deutschland gut umgesetzt haben. Darüber hinaus profitieren wir von der anhaltenden Nachfrage nach energieeffizienten Technologien und Lösungen. Hierfür haben wir das richtige Portfolio und hier sehen wir Chancen für unser Geschäft."

So konnte der Bereich Energietechnik-Systeme in 2009 mit einem Auftragseingang von 756 Mio. Euro ein Plus von 22 % verzeichnen (2008: 617 Mio. Euro). Zugrunde liegen hier einige Großaufträge wie beispielsweise die Lieferung von drei Umspannwerken an Kuwait. Damit soll der steigende Strombedarf in der Golfregion bewältigt werden. Der Umsatz sank dagegen um 16 % von 936 Mio. Euro auf 790 Mio. Euro.

Bei den Energietechnik-Produkten waren sowohl Auftragseingang als auch Umsatz rückläufig. Der Auftragseingang lag mit 934 Mio. Euro um zehn Prozent unter dem Vorjahreswert von 1,03 Mrd. Euro. Der Umsatz belief sich auf 913 Mio. Euro, das sind 7 % weniger als im Vorjahr (984 Mio. Euro).

Die Geschäftsbereiche der Automationstechnik haben allesamt das Niveau des Vorjahres nicht halten können. So sank bei den Automationsprodukten der Auftragseingang um 19 % Prozent auf 1,01 Mrd. Euro (2008: 1,24 Mrd. Euro) und der Umsatz um 17 % auf 1,04 Mrd. Euro (2008: 1,25 Mrd. Euro). Die Prozessautomation verzeichnete mit 370 Mio. Euro einen um 15 % geringeren Auftragseingang als im Geschäftsjahr 2008 (436 Mio. Euro). Der Umsatz lag bei 389 Mio. Euro, gegenüber dem Vorjahreswert von 412 Mio. Euro ein Minus von sechs Prozent.

Vom Einbruch in der Automobilindustrie besonders betroffen war der Bereich Robotik. In Folge ging der Auftragseingang von 155 Mio. Euro um 34 % zurück und betrug im vergangenen Geschäftsjahr 102 Mio. Euro. Der Umsatz belief sich auf 112 Mio. Euro. Gegenüber 168 Mio. Euro im Jahr 2009 ist dies ein Rückgang um 33 %.

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