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Artikel und Hintergründe zum Thema

Elektromobilität

Günter Herkommer,

Die Zwischenergebnisse des Projektes Drive eCharged

Im Rahmen des von BMW, Siemens und den Stadtwerken München (SWM) initiierten Projektes „Drive eCharged“ sind seit September vergangenen Jahres 40 elektrisch angetriebene Autos des Typs Mini E auf Münchens Straßen unterwegs. Jetzt liegen erste Ergebnisse des Modellversuches vor.

© BMW

Bis dato legten die 40 „Elektro-Flitzer“ rund 300.000 Kilometer emissionsfrei zurück. Hierzu wurden in München 28 öffentlich zugängliche Ladensäulen aufgestellt sowie 36 heimische Ladestationen eingerichtet. Die Ladestationen befinden sich etwa an Straßen und Parkplätzen, aber auch in Tiefgaragen sowie auf Park&Ride-Anlagen. Die wichtigsten Zwischenergebnisse aus mehreren Befragungsrunden sind:

  • Für 89 % der Privatnutzer ist die Reichweite des Mini E für die tägliche Nutzung ausreichend groß.
  • Im Rahmen der ambulanten Pflege des Bayerischen Roten Kreuzes, welches zehn Elektrofahrzeuge im Dienst hat, konnten 82 % der täglichen Fahrten mit dem Mini E zurückgelegt werden.
  • Das Laden an einer Ladestation zu Hause oder an der Arbeitsstelle ist für 88 % der Privatnutzer angenehmer als die Fahrt zur Tankstelle.
  • Umweltfreundlichkeit und das Null-Emissions-Fahren ist für 79 % der privaten Nutzer ein wichtiger Vorteil des Elektroautos.
  • 59 % der Privatnutzer wünschen sich, dass Elektrofahrzeuge ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energien geladen werden.
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Die nächsten Schritte

Als nächsten Schwerpunkt im Rahmen des Projektes entwickeln die Partner Siemens und BMW Group ein Schnellladesystem mit Gleichstrom. Hierzu werden ein BMW ActiveE mit moderner Antriebstechnologie sowie eine neue Gleichstrom-Ladesäule von Siemens zum Einsatz kommen. Die Partner möchten dabei einen neuen Maßstab beim Schnellladen von Elektrofahrzeugen setzen und die durchschnittliche Ladezeit auf circa 30 Minuten verkürzen. Mittelfristig hat sich Siemens eine Ladezeit von weniger als einer Viertelstunde zum Ziel gesetzt, womit sich für Anbieter von Elektrofahrzeugen neue Nutzergruppen und Einsatzmöglichkeiten erschlössen.

Für die BMW Group ist es bereits der zweite Feldversuch mit Elektrofahrzeugen in München – weltweit betreibt das Unternehmen seit 2009 eine Erprobungsflotte von mehr als 600 Elektrofahrzeugen, eine der größten ihrer Art. Bislang haben die Mini E in Summe rund 14 Millionen Kilometer auf öffentlichen Straßen zurückgelegt. Die Erfahrungen des Münchner Versuchs fließen direkt in die Serienentwicklung künftiger Elektrofahrzeuge ein. Der Feldversuch mit dem BMW ActiveE beginnt noch in diesem Jahr, die Serienproduktion des BMW i3 startet 2013.

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