Umformtechnik

Günter Herkommer,

Schuler erhält Mega-Auftrag von BMW

Der Schuler-Konzern vermeldet den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte: Im Laufe des Jahres 2011 erhielt der Göppinger Maschinenbauer von BMW den Zuschlag für insgesamt sieben Pressenlinien mit ServoDirekt-Technologie. Das Auftragsvolumen umfasst einen deutlich dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Eine solche Schuler-Pressenlinie mit ServoDirekt-Technologie ist seit 2009 bei BMW in Leipzig in Betrieb.

© BMW

Der Schuler-Konzern vermeldet den größten Auftrag in der Unternehmensgeschichte: Im Laufe des Jahres 2011 erhielt der Göppinger Maschinenbauer von der BMW den Zuschlag für insgesamt sieben Pressenlinien mit ServoDirekt-Technologie. Das Auftragsvolumen umfasst einen deutlich dreistelligen Millionen-Euro-Betrag.

Mit der Servopressentechnik lassen sich mindestens 20 Prozent mehr Teile fertigen als mit konventionellen Anlagen. Der Grund: Der Antrieb erfolgt über elektronisch geregelte Drehmomentmotoren direkt auf das Pressengetriebe. Der wesentliche Vorteil: Die Bewegung des Stößels lässt sich für jedes Werkzeug individuell programmieren. Das heißt: Die Presse kann den Stößel während eines Hubs zusätzlich beschleunigen und abbremsen und somit den Umformprozess optimieren. Bei klassisch-mechanischen Pressen, also Schwungradmaschinen, ist dies nicht möglich. Hier bestimmt alleine die gleichmäßige Drehzahl des Pressengetriebes die Stößelbewegung.

Die Crossbar-Feeder Automationsroboter transportieren die Teile von einer Station zur Nächsten.

© Schuler AG

Auf den rund 85 Meter langen, von BMW georderten Pressenlinien sind je nach Ausführung fünf oder sechs solcher Servopressen miteinander verbunden. Am Anfang des Umformprozesses führt ein Platinenlader der Anlage die einzelnen Blechtafeln zu. Automatisierungsroboter von Schuler transportieren die Teile dann zur nächsten Pressenstufe. Die Pressenlinien verfügen über eine Gesamtpresskraft von rund 9.000 Tonnen.

In bis zu sechs Arbeitsschritten ziehen, biegen und stanzen die Pressen das bis zu 2,5 Millimeter starke Stahlblech in die gewünschte Karosserieform. Die Pressen leisten einen Durchsatz von rund 600 Tonnen Stahl pro Tag. Eine vergleichbare Menge Stahl war für den Berliner Funkturm notwendig.

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