Phoenix Contact
„Die Zukunft elektrisiert!“
So rasant wie es 2009 in den konjunkturellen Keller ging, geht es 2010 wieder nach oben. Wie Phoenix Contact versucht, mit derartigen Schwankungen zu recht zu kommen und welche Zukunftsmärkte das Unternehmen sieht, erläuterte Geschäftsführer Roland Bent (im Bild) auf der heutigen (23.11.) Pressekonferenz.
„Die Weltwirtschaft erlebt im Moment eine konjunkturelle Wellenbewegung, wie sie an Ausschlagshöhe und Dynamik noch nie vorkam", leitet Roland Bent die Pressekonferenz ein und fährt fort: „War 2009 der stärkste volkswirtschaftlichen Rückgang seit der Weltwirtschaftskrise der 1920er Jahre, so zeigt 2010 eine Aufwärtsbewegung von ebenfalls nie dagewesener Dynamik."
Auch Phoenix Contact konnte sich von diesem negativen Trend nicht abkoppeln. Ende 2009 betrug der Umsatzrückgang gegenüber 2008 rund 20 Prozent, in absoluten Zahlen nahezu 220 Millionen Euro. Mit dem einsetzenden Auftragsboom schaltete Phoenix Contact innerhalb kürzester Zeit von einer teilweise Drei-Tage-Wochenarbeitszeit auf Vollzeit, inklusive Mehr- und Wochenendarbeit, um. Die Zahl der Mitarbeiter stieg im Laufe des Jahres an den deutschen Standorten um achthundert gegenüber 2009. „Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2008 wird die Stammbelegschaft am Ende dieses Jahres vierhundert Mitarbeiter mehr zählen," so Bent.
Der positive Verlauf des Jahres führt zu einem aktuellen Umsatzplus von 40 Prozent gegenüber 2009. Da derzeit die Wachstumsdynamik unverändert scheint, geht Bent davon aus, dass das gesamte Jahr 2010 mit einem Plus von 35 Prozent abschließt. Dies entspräche einem Gesamtumsatz von mehr als 1.250 Milliarden Euro -- ein Plus von mehr als 300 Millionen Euro gegenüber 2009 und einem Wachstum von rund sieben Prozent gegenüber dem Vorkrisenjahr 2008. Bent: „Für 2011 deuten alle Indikatoren auf weiteres Wachstum hin, allerdings wieder moderat um zehn Prozent."
Neue Märkte der Zukunft
Weiteres Wachstum sollen Investitionen für den Eintritt in die „neuen Märkte der Zukunft" bringen: Den Fokus legt Bent hierbei auf die Umwelttechnologie, Energieeffizienz, Regenerative Energiegewinnung und die Elektromobilität: „Allein für die Umwelttechnologie sagt Roland Berger ein Marktvolumen von 1000 Milliarden Euro bis zum Jahr 2030 voraus. Fahrzeugbau und Maschinenbau liegen zusammen bei rund 850 Milliarden Euro", vergleicht Bent.
Phoenix Contcat hat in den letzten Jahren bereits begonnen, gezielt Produkte für diese Märkte zu entwickeln. Als Beispiele führt Bent auf:
- Das Energiedatenerfassungs-System von Phoenix Contact. Das System beginnt bei den Energiezählern und Messgeräten im Prozess. Die Vernetzung einer dezentralen Kleinsteuerung mit entsprechenden Datenbank-Funktionsbausteinen ermöglicht hierbei, ohne weitere Middleware die Energie-Informationen direkt in SQL-Datenbanken zu integrieren. Der IT-Standard der Kleinsteuerung erlaubt weiter die Integration von bis zu 1000 Steuerungen in einer Datenbank.
- Die Innovationsallianz „Green Car Body" mittels derer die Volkswagen AG zusammen mit der Fraunhofer Gesellschaft Anfang 2010 ein umfassendes Forschungsprojekt initiiert habe, um grundlegende Erkenntnisse zu gewinnen für die Konzeption einer Automobilproduktion, die bis zu 50 Prozent Energie einspart. Phoenix Contact sei einer der wesentlichen Partner dieses Projektes und habe zusammen mit weiteren Projektpartnern eine Lösung zur Energiedatenerfassung umgesetzt.
- Lösungen für Regenerative Energie: Im Umfeld der Regenerativen Energie hat Phoenix Contact zwei Schwerpunkte: Die Windenergie und die Photovoltaik.
- Lösungen für die Elektromobilität: Bereits letztes Jahr hat Phoenix Contact für eine Lade-Infrastruktur von Elektroautos grundlegenden Voraussetzungen geschaffen. „2010 haben wir einen großen chinesischer Leitkunden gewonnen und gemeinsam einen Ladestecker entwickelt," berichtet Bent. Dieser werde derzeit in großen Stückzahlen in Lade-Infrastruktur eingesetzt.
- Die erwähnten Projekte - „nur Beispiele des wachsenden Marktes der Umwelttechnologien", ist sich Bent sicher: „Wir werden die Zukunft als ein zweites, neues Zeitalter der Elektrizität erleben", wirft er einen Blick in die Zukunft. „Und in diesem elektrisierenden Zukunftsszenario will Phoenix Contact eine wichtige Rolle spielen."










