Kunststoff- und Gummimaschinen
Branche rechnet mit Allzeit-Hoch
Der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbau rechnet für das laufende Jahr mit einem Umsatz noch über dem Niveau von 2008. Der Wermutstropfen: In puncto Produktionsvolumen wurden dei Hersteller im Krisenjahr 2009 von den Chinesen überholt.
Konkret erwartet die Branche laut VDMA in 2011 ein Umsatzwachstum von etwa 18 %; der Produktionswert klettert voraussichtlich auf rund 5,8 Mrd. Euro. „Mit diesem Zuwachs hat die Branche schneller als von uns erwartet das hohe Vorkrisenniveau erreicht und wird die Bestmarke aus 2008 sogar überschreiten“, freut sich Ulrich Reifenhäuser, Vorsitzender des VDMA-Fachverbandes. Für das Jahr 2012 rechnen der VDMA auf dieser Basis mit einem weiteren Plus von knapp sieben Prozent.
Sowohl für das laufende als auch für das kommende Jahr werden den Umsätzen mit Kunden im Inland stärkere Zuwächse als bei den Auslandslieferungen vorhergesagt. „Der kräftige industrielle Aufschwung hat viele Unternehmen an die Kapazitätsgrenze gebracht, so dass zunehmend Erweiterungsinvestitionen geplant werden“, erklärt Reifenhäuser die positive Situation. Bei den Auslandsumsätzen dominieren die asiatischen Absatzmärkte und Schwellenländer. Die Erholung habe jedoch inzwischen viele Staaten Westeuropas und die USA erfasst, so dass die Nachfrage nach Kunststoff- und Gummimaschinen auch aus diesen Ländern an Fahrt gewonnen hat.
Zwar werden die deutschen Maschinenhersteller laut Ulrich Reifenhäuser auch 2011 ihre Position als Export-Weltmeister erfolgreich verteidigen; „bei der weltweiten Produktion von Kunststoff- und Gummimaschinen haben jedoch die chinesischen Wettbewerber die Nase vorn“, bemerkt Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbandes, und ergänzt: „Im Krisenjahr 2009 hat die chinesische Industrie Platz 1 eingenommen, ihn 2010 sehr gut behauptet und wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren ihren Weltmarktanteil ausbauen“.










