ZVEI-Zahlen

Jan Bihn,

Automation belegt Spitzenplätze beim Export

In der Exportstatistik Juli 2010 des ZVEI belegt die Automation mit über 2,5 Mrd. Euro Platz 1 und auch bei der Steigerungsrate ist sie mit mehr als 30 % vorn dabei. Außerdem gab der Fachbereich Prozessautomation und Messtechnik eine Auftragsprognose für 2010 ab.

© ZVEI

Die deutsche Elektroindustrie konnte im Juli 2010 laut den Zahlen des ZVEI (Zentralverband Elektronik und Elektrotechnik) ihren Gesamtexport gegenüber dem Vorjahresmonat um 21 % auf 12 Mrd. Euro steigern. Im Fachbereich Elektronische Bauelemente waren die Zuwächse mit über 50 % auf 1,9 Mrd. Euro am stärksten. „Den zweiten Monat in Folge konnte damit das Exportniveau des Vorkrisenjahres 2008 wieder übertroffen werden", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann bei der Vorstellung der Zahlen.

Innerhalb des Fachbereichs Automation erhöhte sich der Export im Juli 2010 bei den elektrischen Antrieben um 39 % auf 703 Mio. Euro; bei den Schaltgeräten und -Anlagen sowie Industriesteuerungen um plus 33 % auf 868 Mio. Euro. Die Messtechnik und Prozessautomatisierung exportierte Werte in Höhe von fast 1 Mrd. Euro - ein Plus von 26 % gegenüber Juli 2009.

Nach Regionen haben sich die Ausfuhren der gesamten deutschen Elektroindustrie nach Lateinamerika und Südostasien am besten entwickelt. Spitzenreiter bei den Zuwächsen waren im Juli 2010 Argentinien (+ 155 %), Vietnam (+ 90 %), Brasilien (+ 83%) und China (+ 41 %).

Allein in den ersten sieben Monaten 2010 belief sich das gesamte Ausfuhrvolumen der deutschen Elektroindustrie auf 79 Mrd. Euro. „Vier Fünftel der 2009er Verluste im Exportgeschäft sind damit wieder aufgeholt", folgert Gontermann.

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Auftragsprognose 2010: Prozessautomation und Messtechnik

Letzte Woche stellte der Fachbereich Messtechnik und Prozessautomation im ZVEI eine Auftragsprognose für 2010 vor. Das Ergebnis: Plus 12 Prozent. „Die elektrische Prozessautomation befindet sich auf strammem Wachstumskurs.", kommentierte Michael Ziesemer, Vorsitzender des Fachbereichs. 2009 war das Geschäft mit Messtechnik und Prozessautomation weltweit um 16 % eingebrochen. „2011 erwarten wir eine weitere Zunahme unserer Auftragseingänge um fünf bis sieben Prozent", so Ziesemer weiter.

Das Wachstum sei weltweit breit verteilt mit Spitzen in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China). Dabei hat sich vor allem das Russland-Geschäft stark belebt, das 2009 besonders deutlich eingebrochen war. Neben Indien und China fungiere Osteuropa insgesamt als Konjunkturmotor.

Deutschland, West-Europa und die USA bildeten zwar nicht die Wachstumsspitzen, trügen aber auch zum positiven Ergebnis bei. In Deutschland sind dafür vor allem die Branchen Pharma, Nahrungsmittel, Metall- und Hüttenindustrie sowie der Maschinen- und Anlagenbau verantwortlich.

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