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Jan Bihn,

Auftragseingang verdoppelt – Jahresproduktion noch rückläufig

Im dritten Quartal 2010 konnten die deutschen Werkzeugmaschinenhersteller ihren Auftragseingang gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 117 % steigern. Trotzdem reiche das bei weitem nicht, um den Spitzenwert von 2008 zu erreichen, gibt Dr. Wilfried Schäfer (im Bild), Geschäftsführer des VDW, zu bedenken.

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Während sich der Auftagseingang kräftig erholt, hinkt der Umsatz noch hinterher.

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Getrieben ist das Auftragsplus der Werkzeugmaschinenhersteller von einer um 128 % gestiegenen Auslandsnachfrage im dritten Quartal 2010. Die Inlandsbestellungen legten um 99 % zu. In den Monaten Januar bis September notierte die Gesamtnachfrage 77 % über dem Vorjahr. Inländische Kunden bestellten 69 %, ausländische Abnehmer 82 % mehr.

„Die gute Botschaft lautet: Der Aufschwung gewinnt an Breite. Die Produktion in wichtigen deutschen Abnehmerindustrien kommt in Fahrt", berichtet Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des Vereins Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken e.V. (VDW). Jedoch warnt er vor Euphorie: „Bei aller Freude über die eindrucksvollen Zuwächse hinkt der Vorjahresvergleich. Realistisch ist der Vergleich mit den Ergebnissen 2008. Da liegen wir im dritten Quartal noch 20 % unter dem Vergleichszeitraum und auf Jahressicht sogar 40 % darunter."

Erstmals seit zwei Jahren habe der Umsatz der Werkzeugmaschinenbauer im August 2010 wieder ins Plus gedreht. Trotzdem werde dieser Fortschritt nicht für einen Produktionsanstieg für das Jahr 2010 reichen. Statt einem Minus von zwölf Prozent geht Schäfer nunmehr von einem Produktionsminus von nur noch sechs Prozent aus. Mit 9,3 Mrd. Euro erreicht die Branche damit das Niveau von 2004.

Auch die Kapazitätsauslastung nimmt zu. Mit 86 % im Oktober liegt sie wieder nahe am langjährigen mittleren Wert. Aufgrund der Auftragsflut sind bestehende Produktionsanlagen besser ausgelastet. Allerdings wurden zum Teil auch Kapazitäten abgebaut. Der Auftragsbestand lag im Juni bei 6,9 Monaten. Die Firmen berichten von Engpässen bei wichtigen Zulieferteilen. Ende des dritten Quartals waren 64.300 Menschen im deutschen Werkzeugmaschinenbau beschäftigt.

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