ZVEI-Zahlen

Jan Bihn,

Auftragseingang noch rückläufig

Die neuesten ZVEI–Zahlen belegen: Die rückläufige Entwicklung im Auftragseingang hat sich mit minus 12 % im November 2009 weiter verlangsamt. Die Konjunkturexperten des ZVEI erwarten deshalb eine weitere Erholung für das Jahr 2010. In ihrer Prognose kommen sie unter dem Strich auf ein Plus zwischen 3 und 4 % bei Produktion und Umsatz.

© ZVEI

Mit einem Minus von „nur noch" 12 % beim Auftragseingang im Vergleich zum Vorjahr hat sich die rückläufige Entwicklung im November 2009 zwar weiter verlangsamt. Zu beachten ist dabei jedoch: „Die Auftragseingänge sind schon im November 2008 um mehr als 20 Prozent gegenüber Vorjahr eingebrochen, so dass die aktuelle Entwicklung vor dem Hintergrund eines bereits niedrigen Ausgangsniveaus zu sehen ist", führt ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann aus.

Der Umsatz lag im November 2009 rund 15 % unter Vorjahr. Kumuliert von Januar bis November 2009 ist der Umsatz um 25 Prozent gegenüber Vorjahr gefallen. „Für das gesamte Jahr 2009 rechnen wir deshalb mit einem Rückgang des Branchenumsatzes auf 145 Mrd. Euro, nach 182 Mrd. Euro im Jahr 2008. 2010 ist ein leichtert Wiederanstieg auf 150 Mrd. Euro zu erwarten", so Gontermann weiter.

Die reale, also preisbereinigte, Produktion der Elektro-Unternehmen ist im November 2009 zwölf Prozent hinter dem entsprechenden Vorjahreswert zurückgeblieben. Über den Gesamtzeitraum von Januar bis November 2009 belief sich der Produktionsrückgang auf 22 %. Damit lag das monatsdurchschnittliche Produktionsniveau in den ersten elf Monaten des abgelaufenen Jahres auf dem Niveau von 2005. Über das komplette Jahr 2009 dürfte die Elektro-Produktion ihren Vorjahreswert um 22 Prozent unterschreiten. Für 2010 geht der ZVEI von einem Produktionsplus von drei bis vier Prozent aus.

Die Rückkehr zum 2008er Niveau wird ZVEI-Schätzungen zufolge vier bis sieben Jahre in Anspruch nehmen. Das Geschäftsklima in der Elektroindustrie hat sich aber auch im Dezember des abgelaufenen Jahres weiter verbessert - zum siebten Mal in Folge. Ihre aktuelle Lage haben die Elektro-Unternehmen im Dezember zum sechsten Mal hintereinander günstiger beurteilt als im Vormonat.

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