Maschinensteuerung

Günter Herkommer,

AMK vollzieht Generationswechsel

Das Kirchheimer Unternehmen AMK vollzieht zur Messe einen Generationswechsel bei den Maschinensteuerungen. „Herz“ der neuen A5-Serie ist der Intel-Atom-Prozessor.

Die neue A5-Serie kommt in zwei Versionen auf den Markt: als Schaltschranksteuerung ohne Bildschirm und als Smart-Panel, sprich als kompakte Einheit von Steuerung und Bildschirm.

Nicht nur die gegenwärtigen Forderungen der Maschinen- und Anlagenbauer zu erfüllen, sondern darüber hinaus ausreichend Reserven für zukünftige Aufgabenstellungen zu schaffen - so lautetet eine interne Zielvorgabe bei AMK für die neue Maschinensteuerung. Zudem sollte sie ein breites Applikationsspektrum abdecken - vom Zeitungsdruck, über die Herstellung von Verpackungen bis hin zur Getränke-Abfüllung. Geschäftsführer Dr. Günther Vogt erläutert, was dies für die Steuerung bedeutet: „Beim Drucken von Zeitungen und Zeitschriften gilt es, den Papierlauf, die Druckfunktion sowie Farbe und Feuchte zu steuern, und dabei bis zu 1000 Achsen zu synchronisieren. Zu Druckgeschwindigkeiten von bis zu 18 m/s kommen noch fliegende Wechsel bei voller Produktionsgeschwindigkeit und das Schneiden der Zeitungsbahnen. In der Verpackungs- und Getränke-Industrie oder beim Spritzgießen von Kunststoffen sind ähnliche Höchstleistungen gefragt. Das geht nur, wenn die Systeme selbst robust und wenig reparaturanfällig sind."

Resultat dieser Überlegungen ist die neue A5-Steuerungsserie, die gegenüber der Vorgängergeneration A4 alles in einem Gehäuse vereint, ohne Optionskarten auskommt und darüber hinaus deutlich mehr Funktionalität bietet - unter anderem in Form synchronisierter Feldbusse und integrierter I/Os. „Dies vereinfacht es, modulare Maschinenkonzepte zu realisieren und machte die Steuerung kompakter", so Dr. Vogt. Herstück der A5 ist ein leistungsstarker und zugleich energiesparender Atom-Prozessor, der keinen Lüfter erfordert. Mit 512 MByte RAM und bis zu 2 GByte Flash-Speicher stehe nicht zuletzt mehr Speicherplatz zur Verfügung, als derzeit auch bei komplexen Automatisierungsaufgaben benötigt wird.

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Intelligente Updates zu minimalen Kosten

Über Ethercat als Echtzeit-Feldbus, CAN und USB ermöglicht das System eine synchronisierte Querkommunikation mit einem Jitter kleiner als 30 ns über die verschiedenen Busse zu anderen Steuerungen im System beziehungsweise zwischen den Anlagenmodulen.

Dabei gestaltet sich die automatische Feldbus-Konfiguration bei der Integration neuer Anlagenkomponenten laut Dr. Vogt denkbar einfach: „Mittels der so genannten ‚optionalen Feldbus-Knoten' muss der Maschinenhersteller zwar alle Komponenten in seiner Konfiguration vorsehen; der Anwender kann aber dann seine Maschine je nach Bedarf zusammenstellen. Gerade beim Zeitungsdruck mit den dort üblichen, oft wechselnden Beilagen erleichtert dies das Tagesgeschäft."

Was die Visualisierung betrifft, setzt AMK auf einen Editor, dessen intuitive Grafikfunktionen auf vorgefertigte Visualisierungsbausteine zurückgreifen. Die Wahl von Realtime embedded Linux als Betriebssystem begründet der AMK-Geschäftsführer mit den Worten: „Die spart Lizenzkosten und Nerven, denn Viren-Attacken sind kaum zu erwarten. Und die ideenreiche Linux-Gemeinde sorgt für intelligente Upgrades zu minimalen Kosten."

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