Wenglor
Sensoren ans Ethernet
Auf der SPS/IPC/Drives 2010 stellte der Hersteller Wenglor mehrere Sensoren mit Ethernet-Schnittstelle vor. Wir sprachen mit Alexander Ohl, Leiter Forschung & Entwicklung bei Wenglor, über die Zukunft von Ethernet in der Sensor-Vernetzung.
Wenglor rüstet seine Produkte für die drei etablierten Standards Ethernet/IP, Ethercat und Profinet auf. Datentransfer und Stromversorgung erfolgen dabei über ein einziges Kabel - ein feldtaugliches 8-poliges M12x1 Ethernet-Kabel mit Schutzart IP67. Zusätzlich soll Power over Ethernet (PoE) den Verkabelungsaufwand erheblich reduzieren. Damit spare Industrial Ethernet Installationskosten gegenüber herkömmlichen Bussystemen.
Auch das Auslesen und Analysieren von Prozess- und Servicedaten sowie eine ortsunabhängige Konfiguration der Sensoren werde stark vereinfacht. Im Zuge der Ethernet-Produkte kommt bei Wenglor erstmalig ein Webserver für die Fernwartung zum Einsatz. Er ist direkt in die Ethernet-Geräte integriert und ermöglicht einen weltweiten Zugriff auf die Komponente - ohne weitere Zusatzsoftware.
Videointerview mit Dr. Alexander Ohl
Erste Ethernet-Produkte
Im optoelektronischen Bereich läuten zunächst Lichtlaufzeitsensoren mit Display und Reflextaster mit Hintergrundausblendung das neue Ethernet-Programm ein. Im Bereich Identtechnik wird ein Barcode-Scanner mit Ethernet ausgestattet. Die Vernetzung verschiedener Anlagen und der Komponenten untereinander erfolgt mittels Switches, wodurch sich die einzelnen Komponenten flexibel an die jeweilige Netz-Topologie anpassen lassen. Die Switches sind mit und ohne PoE erhältlich.
Anschlussboxen binden auch Standard-Sensoren mit digitalen PNP-Schalt-Ein- und Ausgängen ins Ethernet ein. Wie die Switches, sind auch die Anschlussboxen in Varianten für EtherNet/IP, EtherCAT und Profinet erhältlich. In Netzwerken ohne PoE versorgt ein Midspan-Adapter die Ethernet-Komponenten mit Spannung. Außerdem liefert der Hersteller passende Anschluss- und Verbindungskabel in unterschiedlichen Längen.










