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Artikel und Hintergründe zum Thema

Bionik

Davina Spohn,

Roboterfliege meistert Flugmanöver

Einen 80 Milligramm schweren Prototyp eines Flugroboters haben US-Forscher der Harvard School of Engineering and Applied Sciences auf einen kontrollierten Jungfernflug geschickt - statt schwerer Elektromotoren nutzt das Kunstinsekt einen filigranen Flügelantrieb aus piezoelektrischen Materialien.

... montierten die Wissenschaftler hauchdünne Flügel. Sie haben eine Gesamtspannbreite von knapp drei Zentimetern. Um diese Flügel 120 Mal pro Sekunde schlagen zu lassen (das natürliche Vorbild, die Stubenfliege, schafft zehn Flügelschläge mehr), reicht eine elektrische Leistung von nur 19 Milliwatt aus – genug Auftrieb, um ...

© Kevin Ma/Pakpong Chirarattananon

Die Roboterfliege kontrolliert fliegen zu lassen, sei ein wichtiger Schritt gewesen, sagen die Forscher. In ihrem Labor konnten sie nachweisen, dass der miniaturisierte Flugroboter in der Luft auf der Stelle stehen kann und in der Lage ist, grundlegende Flugmanöver gleich seinem natürlichen Vorbild - der Stubenfliege - zu beherrschen. Die Roboterfliege bringt 80 Milligramm auf die Waage. Sie ist zwei Zentimeter lang und hat eine Flügelspannweite von drei Zentimetern. Damit ist sie bei weitem kleiner als etwa die künstliche Libelle 'BionicOpter', die der deutsche Automatisierungsspezialist Festo auf der Hannover Messe 2013 vorstellte - zum Vergleich: Diese hat eine Flügelspannweite von 63 Zentimetern und eine Körperlänge von 44 Zentimetern, sie wiegt 175 Gramm. Anders als die Stubenfliege kann sich die US-Roboterfliege jedoch noch nicht selbständig in der Luft bewegen. Stromversorgung und Steuerung erfolgen über ein hauchdünnes Kabel. Die Wissenschaftler arbeiten daher an einer kabellosen Lösung beziehungsweise an einer sehr dicht gepackten und leichten Batterie.

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In der nächsten Zeit hat die Roboterfliege einige Testflüge im Labor zu absolvieren: Insbesondere aggressive Flugmanöver und weichere Landungen stehen auf der Liste der Wissenschaftler. Die Einsatzbereiche für die Minidrohne haben die Wissenschaftler bereits klar abgesteckt: Sie soll der Überwachung von Gebäuden dienen, Aufklärungsflüge absolvieren, Pflanzen bestäuben oder etwa Verletzte in Katastrophengebieten orten. Zudem gehen die Forscher davon aus, dass die Roboterfliege zu einem besseren Verständnis des Insektenfluges beitragen könnte.

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