Barcelona Declaration on Robotics and Automation

Andrea Gillhuber,

Roboterverbände beschließen globale Automatisierungsstrategie

Die globale Robotikindustrie intensiviert ihre Zusammenarbeit. Die Verbände AER Automation, A3, IFR und VDMA Robotics + Automation haben die Barcelona Declaration 2026 unterzeichnet. Die Allianz vertritt über 3.000 Unternehmen und fordert Regierungen weltweit auf, durch zehn strategische Kernprioritäten wie nationale Robotikstrategien, Investitionsanreize und die Förderung technologischer Bildung die Rahmenbedingungen für die Automatisierung zu verbessern.

Von links: Patrick Schwarzkopf (VDMA), Susanne Bieller (IFR), Carlos Méndez (AER Automation) und Jeff Burnstein (A3) © AER Automation optimized with AI

Die unterzeichnenden Organisationen AER Automation (Spanien), A3 (USA), die International Federation of Robotics (IFR) sowie VDMA Robotics + Automation (Deutschland) vertreten zusammen weltweit mehr als 3000 Unternehmen und Institutionen. Ziel der permanenten Kooperation ist es, die Robotik als strategische Priorität für die wirtschaftliche, industrielle und gesellschaftliche Entwicklung zu positionieren sowie den direkten Austausch mit politischen Entscheidungsträgern zu etablieren.

"This Declaration represents an international commitment to work hand in hand with governments in building a policy framework that enables robotics to reach its full potential as a driver of competitiveness, sustainability and social well-being," sagte Carlos Méndez, Präsident von AER Automation.

Der entwickelte Leitfaden definiert zehn Kernprioritäten für nationale und regionale Gesetzgebungen:

  1. Nationale Robotikstrategie: Einrichtung einer zentralen, finanzierten staatlichen Stelle zur Vermeidung fragmentierter Zuständigkeiten.
  2. Steuerliche Investitionsbedingungen: Steuererleichterungen, die neben der Hardware auch Software, Systemintegration und Qualifizierungsmaßnahmen abdecken.
  3. Staatliche Eigennutzung: Automatisierung im öffentlichen Dienst, in Krankenhäusern und Infrastrukturprojekten über die Beschaffung aktiv fördern.
  4. Frühkindliche Bildung: Verankerung von Robotik und KI im Schulunterricht ab dem sechsten Lebensjahr zur Förderung mathematisch-technischer Kompetenzen.
  5. Arbeitsmarkteffekte: Aufklärung über den Strukturwandel hin zu sichereren und höher vergüteten Arbeitsplätzen durch Automatisierung.
  6. Pflege- und Assistenzsysteme: Anerkennung von Pflegerobotik, Exoskeletten und Laborelementen als notwendige Investition in das öffentliche Gesundheitssystem angesichts alternder Gesellschaften.
  7. Barrierefreier Zugang: Gezielte Förderung, Regionalkluster und No-Code-Werkzeuge zur Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU).
  8. Technologiegerechte Regulierung: Einführung agiler Gesetze und Reallabore (Sandboxes), die Cyber- und Datensicherheit ohne Innovationshemmnisse gewährleisten.
  9. Internationale Standards: Priorisierung globaler Standards zur Vermeidung von Marktzersplitterungen und steigenden Compliance-Kosten durch Regionalvarianten.
  10. Skalierung von Innovationen: Erleichterter Zugang zu Wachstumskapital, um den Übergang von Prototypen zu globalen Produkten abzusichern.
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Die Verbände verpflichten sich zu einem dauerhaften Informationsaustausch mit Behörden, der Bereitstellung von Branchendaten und der Publikation regelmäßiger Fortschrittsberichte.

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