EMO 2009/Siemens

Stefan Kuppinger,

Virtuelle Werkzeugmaschine zum Anfassen

Auf der italienischen Werkzeugmaschinen-Messe EMO zeigt die Firma Siemens, wie virtuelle Werkzeugmaschinen die Produktivität der realen Fertigung steigern.

Wie sich die virtuelle mit der realen Welt zusammenführen lässt, demonstrieren die beiden Siemens-Geschäftsgebiete Siemens PLM Software und Siemens Drive Technologies Anfang Oktober auf der EMO in Mailand. Im Fokus steht dabei die werkstückorientierte Prozesskette von der Produktidee bis zum fertigen Bauteil. Das beginnt bei der Produktentwicklung mittels CAD/CAM-System über die Erstellung und Optimierung der Bearbeitungsabläufe bis hin zu On/Offline-Simulationen.

Wichtiges Glied in dieser Kette ist das Virtual-Machine-Portfolio - die Eins-zu-eins-Nachbildung einer Werkzeugmaschine im PC einschließlich aller Funktionen des Sinumerik-Controllers. Die Lösung hilft, die Produktivität von realen Werkzeugmaschinen zu steigern, da diese nicht mehr für Aufgaben abseits der eigentlichen Produktion gebraucht werden. Zum Beispiel das Setup: Bei komplexen Bearbeitungsvorgängen dauert das Einrichten einer Werkzeugmaschine teilweise mehr als ein Tag.

Mit der virtuellen Maschine können Setup-Vorbereitung und Überprüfung des NC-Programms getrennt von der Werkzeugmaschine erfolgen. Sollen verschiedene Bau- und Einsatzweisen von Werkzeugmaschinen getestet werden, verringert die Virtualisierung die Fehlerzahl sowie die Dauer des realen Setups.

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Die Firma Index, Hersteller von CNC-Drehmaschinen nutzt die Virtual Machine-Technologie bereits, um die Effizienz bei Setup, Programmierung und Validierung von multifunktionalen Produktionszentren zu verbessern (siehe Video).

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