Resilienz in Unternehmen
Über die Wichtigkeit von Resilienz
Resilienz ist eine entscheidende Eigenschaft, die dabei hilft, Herausforderungen und Hindernisse aus dem Geschäftsleben zu bewältigen. Resilienzfördernde Führung dient daher klar der Steigerung der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.
Management und Leadership sind zwei komplementäre Konzepte, die unterschiedliche Aspekte in der Anleitung und Steuerung von Mitarbeitern und Teams fokussieren. Beide haben Auswirkungen auf die Resilienz von Führungskräften und Mitarbeiter*innen. Werden resilienzfördernde Konzepte in der Management- und Führungskultur eines Unternehmens gelebt, so wirkt sich das langfristig auf die Leistungsfähigkeit und den Erfolg des Unternehmens aus.
Umgekehrt lässt sich aus Untersuchungen von erfolgreichen Firmen ableiten, dass die Topmanager dieser Unternehmen wesentliche Prinzipien resilienter Führung anwenden und ihre Führung an sich widerstrebenden Polaritäten ausrichten. Auch auf der individuellen Ebene zeigen Topmanager erfolgreicher Unternehmen deutliche Aspekte von ausgeprägter Resilienz. Resilienzfördernde Führung ist daher nicht mit Philanthropie oder übertriebenem Humanismus zu verwechseln, sondern dient klar der Steigerung der nachhaltigen Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens.
So arbeiten „gute“ Manager*innen
Experten darin sich darin einig, dass resilienzfördernde Führung zum Ziel hat, neurobiologisches Wohlbefinden beim Mitarbeiter zu erzeugen und die Entstehung von im Gehirn wahrgenommenem Stress zu reduzieren und im besten Fall sogar zu vermeiden.
„Gute“ Manager*innen achten auf ihre Mitarbeiter*innen und geben ihnen nicht dauerhaft mehr Arbeit, als sie potenziell bewältigen können. Ebenso sorgen sie dafür, dass die Mitarbeiter über die Fähigkeiten und Ressourcen verfügen, ihre Aufgaben zu bewältigen. Sie verstehen es, ihre negativen Emotionen zu kanalisieren, und sorgen für ein konstruktives Arbeitsklima, um die Qualität der Arbeit sicherzustellen und so die Resilienz der Mitarbeiter zu erhalten. So geben sie dem gemeinsamen Handeln einen Sinn und schüren positive Emotionen, die sich wiederum günstig auf die Resilienz auswirken.
Die Resilienz von Führungskräften und ihren Mitarbeitern wird entscheidend vom Resilienzfeld eines Bereichs oder Unternehmens beeinflusst. Dieses hat wiederum deutliche Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit einer Organisation und auf die Unternehmensentwicklung im Ganzen. Das Resilienzfeld entsteht dabei als Resultat aus der Wechselwirkung verschiedener Faktoren im Innen und Außen. Von außen wirken gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Faktoren ein, während aus dem Inneren der Organisation vor allem Aspekte von Unternehmenskultur und Führung das Resilienzfeld prägen. Beide Arten von Einflüssen können ein Unternehmen entweder belasten oder aber förderlich für seine Entwicklung sein. Will man das Resilienzfeld eines Teams oder Bereichs nachhaltig verbessern, so ist die Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen entscheidend.
Resilienzorientierte Unternehmensführung bedeutet daher, im Rahmen der Möglichkeiten eine Balance zu finden zwischen einer positiven Beziehungsgestaltung, verstehender Zuwendung und Unterstützung einerseits und fordernder Führung mit anspruchsvollen Zielen, offener Kommunikation sowie klaren Regeln und Erwartungen andererseits. Wer es also schafft, sich selbst und die Menschen in seiner Umgebung in Zeiten der Unsicherheit und des Wandels geistig agil, emotional belastbar und körperlich gesund zu erhalten, der handelt ökonomisch klug und umsichtig und erhöht seine Erfolgschancen.
Der Autor Karsten Drath ist Coach und Managing Partner bei Leadership Choice. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die Führungskräfte- und Organisationsentwicklung auf Top-Management-Ebene.










