Saxony⁵

Prof. Dr. Tobias Teich, Susan Bergelt und Tabea Becker,

„Die Wirtschaft zum Brennen bringen“

Auf der Webseite von Saxony⁵, heißt es: „Es gilt, die Wirtschaft zum Brennen zu bringen“. Dazu hat ein Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau Stellung genommen und seine Sicht auf die ‚All Electric Society‘ geschildert.

© AdobeStock/Who is Danny

Das übergeordnete Ziel von Saxony⁵ ist es, Innovationen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Wirtschaft voranzutreiben und so den technologischen Wandel aktiv zu gestalten. „Die Wirtschaft zum Brennen zu bringen“ bedeutet dabei, die Innovationskraft gezielt zu stärken und neue wirtschaftliche Potenziale zu erschließen. Besonders im Kontext der All Electric Society sind inter- und transdisziplinäre Ansätze essenziell, da technologische und gesellschaftliche Herausforderungen nur gemeinsam bewältigt werden können. Saxony⁵ will hierfür Unternehmen, Start-ups und Forschungseinrichtungen eine flexible Plattform für anwendungsnahe Entwicklung bieten. Durch enge Kooperationen zwischen Hochschulen und Wirtschaft werden wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in marktfähige Lösungen überführt. Zudem stehen Konzepte wie Kreislaufwirtschaft, Sektorenkopplung, ressourcenschonende Produktionsweisen und erneuerbare Energien im Fokus.

Elektrische Energie als zentrale Leitenergie

Die All Electric Society beschreibt eine nachhaltige, klimaneutrale und vernetzte Gesellschaft, in der elektrische Energie als zentrale Leitenergie alle Sektoren verbindet. Dies umfasst Industrie, Mobilität, Gebäude und Infrastruktur gleichermaßen und ermöglicht durch intelligente Vernetzung, Elektrifizierung und Automatisierung eine effiziente Nutzung erneuerbarer Energien. Die Westsächsische Hochschule Zwickau (WHZ) erforscht innovative Technologien zur Sektorenkopplung und entwickelt intelligente Energiesysteme, die Stromnetze, Wärmeversorgung und industrielle Prozesse effizient verknüpfen. Mithilfe von Automatisierung und digitalen Zwillingen entstehen adaptive, KI-gestützte Steuerungssysteme. Zudem wird untersucht, wie nachhaltige Produktionsprozesse durch Elektrifizierung und höhere Energieeffizienz realisiert werden können.

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Der Übergang zur All Electric Society

Der Übergang zur All Electric Society erfordert die Integration verschiedener digitaler Trends entlang des gesamten Technologie-Stacks. Low-/No-Code-Technologien erleichtern den Zugang zu modernen Automationslösungen und fördern eine breitere Nutzung. Die Dezentralisierung von Berechnungen durch IoT und Edge Computing ermöglicht eine schnellere und effizientere Datenverarbeitung direkt an der Quelle. Gleichzeitig sind Cloud-Technologien essenziell, um übergeordnete Analysen und KI-gestützte Optimierungen skalierbar und effizient durchzuführen. Nur durch kontinuierliche Innovationen in diesen Bereichen kann die Transformation hin zu einer vernetzten, nachhaltigen und elektrifizierten Gesellschaft vorangetrieben werden.

Relevanz sektorübergreifender Kooperationen

Essenziell für die Umsetzung der All Electric Society sind strategische Partnerschaften und Kooperationen. Mit Gründung der ‚All Electric Society Alliance‘ wurde ein interdisziplinäres Netzwerk geschaffen, das führende Akteure aus Industrie, Wissenschaft und Politik zusammenbringt. Gemeinsam entwickeln, erproben und skalieren die Partner Lösungen für eine klimaneutrale, vernetzte und resiliente Gesellschaft.

Durch sektorübergreifende Zusammenarbeit wird nicht nur Wissenstransfer gefördert, sondern werden auch Innovationen und Synergien geschaffen, um die Elektrifizierung und intelligente Vernetzung aller Sektoren voranzutreiben. Nur durch starke Partnerschaften wird die Transformation hin zur All Electric Society bewältigt. Saxony5 arbeitet mit einer Vielzahl an Unternehmen aus dem IT- und Automatisierungsbereich zusammen. Dazu zählen unter anderem Phoenix Contact und N+P, die beide Mitbegründer der All Electric Society Alliance sind.

Prof. Dr. Tobias Teich ist Teilprojektleiter AES bei Saxony5, Professor für Vernetzte Systeme der Betriebswirtschaft, insbesondere Energiemanagement an der WHZ. © WHZ

Vor allem aber auch SAP, mit der bereits eine langjährige Ausbildungspartnerschaft besteht. Darüber hinaus kooperiert Saxony5 mit weiteren Unternehmen, die über eigene IT- und Automatisierungsabteilungen verfügen, wie beispielsweise Siemens, Wago oder Bosch.

Tabea Becker ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der WHZ. © WHZ

Die Autoren:

Susan Bergelt ist wissenschaftliche Mitarbeiterin an der WHZ. © WHZ

Tabea Becker und Susan Bergelt sind wissenschaftliche Mitarbeiterinnen an der WHZ; Prof. Dr. Tobias Teich ist Teilprojektleiter AES bei Saxony5, Professor für Vernetzte Systeme der Betriebswirtschaft, insb. Energiemanagement an der WHZ.

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