Progea Deutschland
Von 'Touch' zu 'Kinect'
Wandert die Kinect-Sensorleiste vom Wohnzimmer in die Fertigungshalle? Progea hat Kinect jetzt in die neue SCADA/HMI-Generation Movicon.Next integriert und zeigte auf der SPS IPC Drives 2012 die Beta-Version. Paolo Fiorani, Geschäftsführer von Progea Italien, erläutert die neuen Möglichkeiten der Visualisierung und Bedienung.
Herr Fiorani, Sie stellen jetzt die neue Generation eines HMI-Werkzeuges vor, das Ihren Worten nach Technologien nutzt, die bislang nicht in der Automation Verwendung finden. Von welchen Technologien sprechen wir hierbei?
Die wesentlichen Bausteine sind: eine Multitouch-Bedienoberfläche und Kinect, die Windows-8-Kachel-Navigation, integrierte Geolocation-Karten und eine automatische Textübersetzung.
Welche Möglichkeiten ergeben sich dadurch?
Den Anwendern machen sich mit den Technologien neue Interaktionskonzepte mit den HMI-Systemen auf: Sie können mit der Multitouch-Oberfläche etwa nicht nur die Interaktion und Navigation der Seiten innovieren, sondern auch was die Einstellung der Bedienelemente betrifft, neue Lösungen kreieren. Die Integration von Kinect eröffnet wiederum neue Lösungen der Bedienung ohne Touchscreen, etwa über Sprachbefehle oder Gesten aus der Ferne. Letztlich streben wir mit diesen neuen Ansätzen eine Vereinfachung und Verbesserung der natürlichen und intuitiven Bedienung der Anlagen an. Auch für jene Situationen, in denen der Anwender keine Hand frei hat.
Sie haben in dem Produkt auch OPC UA integriert. Wie wichtig erachten Sie die Integration dieser Architektur?
Wir sind von der strategischen Bedeutung der Technologie OPC UA überzeugt. Progea war an der Definition der speziellen OPC UA beteiligt und glaubt fest daran, dass diese Technologie in den Informationsmodellen und in der Interoperabilität zwischen den Software-Anwendungen der Stand der Technik ist. Movicon.Next beispielsweise verwendet ein Client-Server-Modell auf OPC-UA-Basis. Es ist in einen Rahmen integriert, der das Plug-In-Modell verwendet, um die Modularität und Erweiterbarkeit zu gewährleisten. Natürlich ermöglicht die Plattform die Kommunikation mit den Geräten über OPC UA sowohl als Client als auch als Server, ohne jedoch die Garantie der Verfügbarkeit der I/O-Treiber zu vernachlässigen, die auf den in der Automatisierung noch weit verbreiteten proprietären Protokollen nach wie vor anwesend sind.
Wann gehen Sie mit dem Produkt an den Markt?
Am 12. Dezember ist der offizielle Release-Termin für die Release-Candidate-Version des Produkts. Die offizielle Markteinführung findet dann in den nachfolgenden Monaten statt.










