Industriearmaturen

Lukas Dehling,

VDMA - Hersteller kämpfen mit Umsatzeinbußen

Der Markt der Industriearmaturen ging 2014 trotz eines Zuwachs des Exportvolumens um insgesamt zwei Prozent zurück. Für das laufende Jahr hofft der VDMA auf eine Stabilisierung der Konjunktur und gibt eine Prognose ab.

Die Industriearmaturenhersteller profitieren zwar einserseits von den gesunkenen Rohstoffpreisen, andererseits werden in rohstoffnahen Absatzmärkten die Investitionen zurückgefahren.

© VDMA

Die Ausfuhren nach China, dem wichtigsten Exportland, gingen um fünf Prozent auf 447 Mio. Euro zurück.

© VDMA

Die deutschen Hersteller von Industriearmaturen starten laut Fachverband Armaturen des VDMA verhalten ins neue Jahr: Das schwache Geschäft im Inland konnte nicht durch eine Zunahme der Exporte ausgeglichen werden. Im Inland reduzierte sich der Umsatz um vier Prozent, im Ausland lag er auf Vorjahresniveau. Im Euroraum steigerten die Hersteller von Industriearmaturen 2014 ihren Absatz um stolze 16 %.

In den vom VDMA statistisch erfassten drei Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze 2014 sehr unterschiedlich. Die Sicherheits- und Überwachungsarmaturen verzeichneten ein nominales Umsatzplus von insgesamt zwei Prozent. Bei den Regelarmaturen gingen die Umsätze um sieben Prozent, bei den Herstellern von Absperrarmaturen um ein Prozent zurück.

Zuwachs des Exportvolumens

Das Exportvolumen der deutschen Industriearmaturenhersteller stieg von Januar bis November 2014 um ein Prozent auf 3,3 Mrd. Euro. China, USA und Frankreich behaupteten ihre Position in der Top-Ten-Liste der Absatzmärkte für deutsche Industriearmaturen. Allerdings gingen die Ausfuhren nach China um fünf Prozent auf 447 Mio. Euro zurück. Die Exporte in die USA konnten von Januar bis November 2014 um 15 % auf 285 Mio. Euro zulegen.

Besonders erfreulich entwickelten sich die Ausfuhren trotz des Ölpreisverfalls nach Saudi-Arabien. Der Export legte um ein Drittel auf 120 Mio. Euro zu. 

Das Absatzvolumen nach Russland reduzierte sich von Januar bis November 2014 um 29 % auf 148 Mio. Euro. Die Rubelkrise, der fallende Ölpreis, sinkende Staatseinnahmen und die Kreditklemme belasten die wirtschaftlichen Aktivitäten und wirken sich auf den Import von Industriearamturen aus Deutschland aus.

Anzeige

Prognose für 2015

Für dieses Jahr rechnet der Fachverband mit einem leichten Umsatzwachstum von zwei Prozent. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind laut Fachverband Armaturen des VDMA derzeit gut. Niedrige Zinsen, Abwertung des Euro, geringe Inflation sowie der niedrige Ölpreis lassen auf eine Stabilisierung der Konjunktur in 2015 hoffen. Dennoch birgt der geringe Ölpreis auch Risiken für die Hersteller. Zwar stimuliert der Preiseinbruch die Konjunktur in wichtigen Abnehmerländern. Dagegen fahren die wichtigen Abnehmer im Öl- und Gassektor ihre Ausgaben für neue Fördertechnik und Pipelines zurück.

Auch die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland sind derzeit gut. Niedrige Zinsen, Abwertung des Euro, geringe Inflation sowie der niedrige Ölpreis lassen auf eine Stabilisierung der Konjunktur in 2015 hoffen.

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

VDMA

Volle Auftragsbücher bei Industriearmaturen

Die Nachfrage nach Industriearmaturen "made in Germany" entwickelte sich in der ersten Jahreshälfte 2011 sehr dynamisch. Der massive Umsatzeinbruch während der Finanz- und Wirtschaftskrise ist inzwischen wettgemacht worden, berichtet der VDMA.

mehr...

Inosoft

Retrofit von Industrierechnern

Wenn bewährte IPCs in die Jahre kommen, steigt nicht nur das Ausfallrisiko, auch fehlende Sicherheitsupdates werden zum Problem. Ein durchdachter Retrofit kann helfen, bestehende Anlagen wirtschaftlich und regulatorisch konform weiter zu betreiben.

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren