VDMA-Fachverband Industriearmaturen
Umsatzplus dank starkem Auslandsgeschäft
Die deutschen Hersteller von Industriearmaturen konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr um über drei Prozent steigern. Dabei profitieren sie vor allem von ihrer starken Exportorientierung, wie der VDMA-Fachverband Armaturen mitteilt. Im Europageschäft konnte der Umsatz das Vorjahresergebnis nicht toppen.
Vor allem in China - dem wichtigsten Exportland für die deutschen Hersteller von Industriearmaturen - zog die Nachfrage im vergangenen Jahr noch einmal an.
© VDMAIm Ausland legte der Umsatz um knapp acht Prozent zu, so der Fachverband. Die stabilisierte Situation im Euroraum setzte sich allerdings im Europageschäft noch nicht durch, der Umsatz gab hier um zwei Prozent nach und der Auftragseingang schloss auf Vorjahresniveau, so der Fachverband. Der Inlandsumsatz der Branche zeichnete sich laut Mitteilung bereits Mitte des Jahres leicht rückläufig ab und konnte im Jahresverlauf nicht aufholen. Das verhaltene Chemiegeschäft und die tiefgreifenden Veränderungen, die auf die Unternehmen in der Energie- und Wasserwirtschaft zukämen, sorgten in Deutschland für erschwerte ökonomische Rahmenbedingungen. Der Umsatz im Inland ging mit 1,5 Prozent zurück.
Sicherheitsarmaturen besonders gefragt
Den deutlichsten Umsatzzuwachs verbuchen die Hersteller von Sicherheits- und Überwachungsarmaturen mit fünf Prozent. Bei Absperrarmaturen konnte die Branche um vier Prozent zulegen. Auch der Bereich der Regelarmaturen verbuchte zum Jahresende ein Plus, wenn auch nur um einen Prozentpunkt.
Die deutschen Industriearmaturenhersteller sind laut VDMA-Mitteilung weltweit der viertgrößte Exporteur. Dabei war für die deutschen Hersteller der wichtigste Exportmarkt im vergangenen Jahr - wie im Jahr zuvor - die Volksrepublik China. Der Export summierte sich auf 469 Mio. Euro und legte damit um 22,8 Prozent zu (Januar bis November 2013). Die weitreichenden Reformen im Land konnten dem Wirtschaftswachstum ein solideres Fundament geben, so der Fachverband. Positive Impulse kamen insbesondere aus der Chemie- und Energiebranche: Der chinesische Staat investiert weiterhin massiv in den Ausbau und die Erzeugung von Atomstrom. Auch der noch junge Trend zu mehr Qualität unter Erhöhung der Effizienz bestimme die Nachfrage nach hochwertigen Maschinen und Komponenten aus Deutschland
USA und Russland mit Einbußen
Mit siebeneinhalb Prozent nahm der US-Markt ein ansehnliches Stück des 3,2 Milliarden Euro großen Exportkuchens auf. Er festigte damit seine Position auf Platz zwei der Abnehmerländer. Insgesamt musste der Export der deutschen Industriearmaturenbranche in die USA aber Einbußen in Höhe von acht Prozent hinnehmen. Zwar hellte sich die konjunkturelle Stimmung in den Vereinigten Staaten im Laufe des vergangenen Jahres auf, spurlos gingen die Einschnitte der Staatsausgaben und der Anstieg der Steuerlast zu Beginn des Jahres 2013 aber nicht an der Wirtschaftsleistung vorbei, so der Fachverband.
Auf Platz drei der wichtigsten Exportmärkte der deutschen Industriearmaturenbranche liegt Russland. Der Absatz von Industriearmaturen auf dem russischen Markt sank von Januar bis November 2013 um fünf Prozent und spiegelte damit die nicht einfache Marktlage, so der Fachverband. Bis Ende Juni hielt der Staat Großausschreibungen fast komplett zurück. Damit blieben 70 Prozent aller Investitionen eingefroren. Hinzu kam der Preisrückgang bei wichtigen Rohstoffen wie Öl, Gas oder Nickel, der den Exporterlösen empfindlich zusetzte.
Prognose für 2014
Für dieses Jahr rechnet der Fachverband mit positiven Impulsen durch eine Belebung des Binnengeschäfts. Die deutsche Konjunktur nahm im zweiten Halbjahr 2013 deutlich an Fahrt auf und der Verband geht davon aus, dass es einen Nachholbedarf an Investitionen gibt. "Während wir in den Bereichen des Kraftwerksbaus und der Kern- und Nukleartechnik weiterhin mit Rückgängen rechnen müssen, stehen die Zeichen gut für eine Belebung des Geschäfts in den Branchen (Petro-) Chemie, Öl- und Gasgewinnung und Nahrungsmittelindustrie", kommentiert Wolfgang Burchard, der Geschäftsführer des VDMA Fachverbands Armaturen. Vor diesem Hintergrund rechnet der Fachverband für das Jahr 2014 mit einem neuerlichen Wachstum der Industriearmaturenbranche von nominal drei Prozent, vorausgesetzt dass sich die Rahmenbedingungen nicht wesentlich ändern.














