Industriearmaturen

Lukas Dehling,

Umsatzeinbußen halten an

Das Geschäft der deutschen Hersteller von Industriearmaturen erholt sich nicht – so resümiert der VDMA die Jahreszahlen für 2016. Auch beim Ausblick auf 2017 zeigt sich der Verband verhalten.

2016 waren Auftragseingänge und Umsätze bei den Armaturen-Hersteller weiterhin rückläufig.

© VDMA

Auf den ausländischen Märkten der Industriearmaturen waren die Umsatzentwicklungen laut VDMA-Jahresbericht gemischt: Während die Umsätze außerhalb der Eurozone um 4 % zurückgingen, konnte die Branche ihre Umsätze auf den europäischen Märkten um 3 % steigern. Insgesamt schloss das Auslandsgeschäft 2016 damit mit einem Minus von 2 % ab. Die Umsätze auf dem Heimatmarkt Deutschland entwickelten sich ebenfalls schwach. Hier fielen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 1 %.

Mit Blick auf die Produktgruppen entwickelten sich die Umsätze bei den Absperrarmaturen (-4 %) und den Regelarmaturen (-2 %) rückläufig. Der Umsatz mit Sicherheits- und Überwachungsarmaturen stieg hingegen um 1 %.

Die Bestellungen für 2016 zeigen sich auf Vorjahresniveau: Positiv entwickelten sich hier die Aufträge aus dem Ausland mit einem Plus von 1 %. Aus den Nicht-Euro-Ländern kamen dabei 2 % mehr Bestellungen als noch ein Jahr zuvor. Auf dem heimischen Markt dagegen blieb die Branche um 2 % hinter dem Vorjahresergebnis zurück.

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Der erhebliche Einbruch beim Export nach China konnte mit erfreulichen Ergebnissen bei den Ausfuhren ins europäische Ausland aufgefangen werden. Besonders Tschechien, Österreich und die Niederlande legten deutlich zu.

© VDMA

Wachstum kommt aus Europa

2016 erzielten die deutschen Industriearmaturenhersteller ein Exportvolumen von 3,6 Mrd. Euro; ein Plus von 2,8 % im Vergleich zum Vorjahr. Auf der Liste der Top-10 Absatzländer (siehe Grafik) landete Frankreich auf Rang 3 mit 191,5 Mio. Euro und einem plus von 5,1 %. Hier schlug das verbesserte Investitionsklima und die wachsende Chemiewirtschaft zu Buche. Den ersten und zweiten Platz nahmen China und USA ein. Der Export in das wichtigste Abnehmerland deutscher Industriearmaturen ging dabei erneut um 11,1 % auf 402,5 Mio. Euro zurück, was der VDMA an Chinas Chemiebranche festmachte. Sie kämpft demnach mit schwacher Nachfrage, ineffizienten Produktionsstrukturen und geringer Investitionsbereitschaft. Besser sieht es für die USA aus: Die Lieferungen dorthin konnten im Vergleich zum Vorjahr einen schwachen Zuwachs von 0,2 % verzeichnen. Das Geschäft mit Russland ist seit dem Frühjahr 2014 eingebrochen. Die Folgen der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt waren und sind für die deutsche Industriearmaturenbranche deutlich spürbar. 2016 ging der Absatz nochmals um 17 % auf 109,5 Mio. Euro zurück.

Prognose für 2017

Für 2017 kann laut VDMA ein moderates weltwirtschaftliches Wachstum erwartet werden, dass auch den deutschen Herstellern von Industriearmaturen zu Gute kommen sollte. Doch es bleibe bei einem hohen Maß an Prognoseunsicherheit, da die Bandbreite an Aufwärts- und Abwärtsrisiken groß ist. Vor diesem Hintergrund geht der Fachverband Armaturen für 2017 von einem Umsatz auf Vorjahresniveau aus mit der Aussicht auf einen leichten Branchenzuwachs.

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