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Artikel und Hintergründe zum Thema

ABB/2.Quartal

Lukas Dehling,

Umsatz und Auftragseingang sinken

ABB muss im zweiten Quartal 2016 beim Umsatz und beim Auftragseingang Rückgänge vermelden. Vor allem geringere Investitionen und verhaltene Ausgaben in der Prozessindustrie wirken sich negativ aus – der Auftragseingang sank in diesem Bereich um 20 %.

„Wir haben unseren Fokus auf wachstumsstarke Sektoren intensiviert und konnten so die negativen Auswirkungen von sich weiterhin schwach entwickelnden Marktsegmenten wie etwa der Prozessindustrie abfedern“, Ulrich Spiesshofer, CEO von ABB.

© ABB

Umsatz und Auftrag gingen zurück. Positiv hingegen stimmt die Verbesserung der operativen Marge – die man zum siebten Mal in Folge verbessert hat.

© ABB

Der gesamte Auftragseingang im zweiten Quartal 2016 verringerte sich bei ABB gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 5 % (8 % in US-Dollar) auf 8,16 Mrd. US-Dollar, was das Unternehmen auf zeitliche Effekte bei der Vergabe von Großaufträgen zurückführt. Demnach blieben Basisaufträge stabil, während Großaufträge um 39 % nachgaben. Und auch der Umsatz sank im zweiten Quartal um 2 % (5 % in US-Dollar) auf 8,677 US-Dollar. Das Unternehmen begründete dies mit Volumenrückgängen von frühzyklischen Aufträgen und zeitliche Effekten bei der Abwicklung des Auftragsbestands. Beim Umsatz bewirkte der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stärkere US-Dollar einen negativen Umrechnungseffekt von 2 %  der Ausstieg aus einigen Geschäften der Division Stromnetze wirkte sich mit etwa 1 % negativ aus. Im Servicegeschäft stieg der Umsatz um 1 % (Rückgang um 2 % in US-Dollar) und trug ebenso wie in der Vorjahresperiode 17 % zum Gesamtumsatz bei.

Beim Ausblick in die Zukunft glaubt ABB an eine anhaltende Unsicherheit. Zwar seien einige makroökonomische Signale in den USA weiter positiv und auch in China dürfte sich das Wachstum fortsetzen. Doch das Unternehmen fürchtet, dass die Märkte durch das verhaltene Wachstum und die erhöhten Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit in Europa sowie durch geopolitische Spannungen in anderen Teilen der Welt weiter belastet werden. Und auch der Ölpreis und Effekte aus der Währungsumrechnung werden das Unternehmensergebnis voraussichtlich weiterhin beeinflussen.

Jedoch bleiben laut ABB die langfristigen Aussichten zur Nachfrage in den drei wichtigsten Kundensegmenten Versorgungsunternehmen, Industrie, Transport und Infrastruktur positiv.

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Die einzelnen Divisionen

Das 2. Quartal 2016 im Überblick: Die Performance der ABB-Divisionen.

© ABB

Der Auftragseingang in der Division Industrieautomation und Antriebe wurde durch rückläufige Großaufträge und die stabile Entwicklung von externen Basisaufträgen beeinflusst. Die anhaltend starke Nachfrage aus der Automobilindustrie und der Nahrungsmittel- und Getränkeindustrie konnte die geringeren Investitionen in der Prozessindustrie wie dem Öl- und Gassektor nicht ganz kompensieren. Der Umsatz wurde durch Volumenrückgänge und zeitliche Effekte bei der Abwicklung des Auftragsbestands belastet.

Auf die Zahlen der Division Prozessautomation wirkten sich geringere Investitionen und verhaltene Ausgaben der Prozessindustrie nachteilig auf Groß- und Basisaufträge aus. Der Gesamtauftragseingang sank um 20 %, während externe Basisaufträge um 8 % zurückgingen. Der Umsatz verringerte sich aufgrund zeitlicher Effekte bei der Abwicklung des Auftragsbestands und der schwächeren Nachfrage nach Basisaufträgen.

In der Division Elektrifizierungsprodukte war der Auftragseingang durchwachsen, da laut ABB die positive Auftragsentwicklung in Europa die Rückgänge auf dem amerikanischen Kontinent und in AMEA nicht kompensieren konnte. Produktaufträge legten in Deutschland und Russland zu, während sie in China, Saudi-Arabien und den USA nachgaben. Die schwächere Nachfrage schlug sich auch im Umsatz nieder.

Der Anstieg externer Basisaufträge um 7 % konnte die rückläufigen Großaufträge in der Division Stromnetze ausgleichen, sodass der Auftragseingang insgesamt konstant blieb. Der Umsatz zog an, was vor allem auf die starke Generierung von Umsatzerlösen aus dem Auftragsbestand zurückzuführen ist.

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