Erneuerbare Energien
ABB plant Übernahme von Power-One
Während Automatisierer wie Siemens oder Bosch sich aus dem defizitären Photovoltaik-Geschäft verabschieden, sieht ABB den richtigen Zeitpunkt gekommen, hier weiter zu investieren – und zwar durch Übernahmen des Wechselrichter-Herstellers Power-One.
„Die Photovoltaik macht rapide Fortschritte, Netzparität zu erreichen, und hat somit das Potential, den Energiemix der Zukunft mitzuprägen“, begründet Joe Hogan, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB, die geplante Investition in Power-One. Die Verwaltungsräte beider Unternehmen haben der Transaktion bereits zugestimmt, in deren Rahmen ABB Power-One für 6,35 US-Dollar je Aktie oder den Eigenkapitalwert von rund 1 Milliarde US-Dollar übernimmt, einschließlich Nettobarmittel in Höhe von 266 Mio. US-Dollar. Mit der Übernahme würde sich ABB Hogan zufolge als „ein weltweit führender Anbieter von Solarwechselrichtern positionieren.“ Die Internationale Energieagentur sagt diesem Markt ein Wachstum von über zehn Prozent jährlich bis 2021 voraus.
Power-One bietet eine Palette von Solarwechselrichtern an, deren Anwendungsbereich von Einfamilienhäusern bis zur Versorgungswirtschaft reicht. Das Unternehmen hat weltweite Fertigungsstätten und beschäftigt rund 3.300 Mitarbeitende, vor allem in Italien, China, den Vereinigten Staaten und der Slowakei. 2012 erwirtschaftete Power-One ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 120 Mio. US-Dollar bei einem Umsatz von rund 1 Milliarde US-Dollar. Der Hauptsitz befindet sich in Camarillo, Kalifornien. ABB selbst bietet ebenfalls seit mehreren Jahren Lösungen für die PV-Industrie an und wird 2013 mit Solarwechselrichtern voraussichtlich einen Umsatz von über 100 Mio. US-Dollar erzielen.
Die Transaktion soll voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2013 abgeschlossen werden. Sie ist als Fusion strukturiert und sieht vor, dass Power-One in die Division Industrieautomation und Antriebe von ABB integriert werden wird.










