Recycling von Motoren

Andrea Gillhuber,

ABB Motion kooperiert mit Remondis

ABB Motion bietet seinen Kunden an, alte Elektromotoren zu recyceln. Dafür arbeitet das Unternehmen mit Remondis zusammen. Kohlenstoffarme Recyclingmetalle werden dann zur Produktion neuer Motoren verwendet.

© ABB Motion

ABB Motion arbeitet in Deutschland mit dem Recyclingunternehmen Remondis zusammen. Ziel der Partnerschaft ist es, Kunden des Technologiekonzerns zu ermöglichen, ihre alten Elektromotoren auf umweltfreundliche Weise zu recyceln. Die durch das Recycling gewonnenen kohlenstoffarmen Metalle werden für die Produktion neuer, hocheffizienter Elektromotoren verwendet. Diese wiederum haben einen signifikant niedrigeren CO2-Fußabdruck. Das Recyclingangebot gilt für Niederspannungs- und Mittelspannungsmotoren, unabhängig von der Spannungsklasse und der Leistung.

Remondis hat bereits Erfahrung im Recycling von alten Elektromotoren und verfügt über ein Verwertungsnetzwerk innerhalb der Remondis-Gruppe sowie über ein breites Netzwerk an Recyclingstandorten bundesweit. Eine Tochtergesellschaft von Remondis hat gemeinsam mit ABB Niederlande ein vergleichbares Recyclingkonzept für Elektromotoren erfolgreich in den Niederlanden etabliert, das an die Anforderungen in Deutschland adaptiert wurde

Das Recyclingunternehmen verpflichtet sich, das recycelte Metall an ausgewählte Metallaufbereiter abzugeben, von denen die ABB ihre Metalle für die Motorenproduktion bezieht. Aufgrund des hohen Recyclinganteils weisen die Metalle einen geringen CO2-Fußabdruck auf. Ein Remondis-Nachhaltigkeitszertifikat belegt, welche Einsparungen bei den Primärrohstoffen, Energieverbräuchen und CO2-Emissionen im Zuge der Entsorgung bzw. Verwertung erzielt wurden. Das Zertifikat kann den teilnehmenden Unternehmen als beglaubigter Nachweis für ihre Nachhaltigkeitsbemühungen dienen.

Mit dieser Partnerschaft bekräftigt ABB das Ziel, in der Industrie eine Führungsrolle in der Kreislaufwirtschaft einzunehmen. Laut der Nachhaltigkeitsstrategie des Unternehmens sollen bis zum Jahr 2030 mindestens 80 Prozent der Produkte und Lösungen nach den Grundsätzen der Kreislaufwirtschaft behandelt werden. Auf diesem Weg sollen die Treibhausgasemissionen reduziert und der Übergang zu einer stärker kreislauforientierten Wirtschaft vorangetrieben werden.

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30 Tonnen CO2 einsparen

45 Prozent des weltweiten Strombedarfs gehen auf Elektromotoren in der Industrie und Gebäuden zurück. Schon mit kleinen Effizienzsteigerungen lassen sich in diesen Bereichen hohe Mengen Energie und damit CO2 einsparen. Darüber hinaus zeigen Berechnungen, dass durch das Recycling von 10 t Motoren beispielsweise 30 t CO2, 300 MWh Energie und 91.000 m³ Wasser eingespart werden, so ABB. Zum Vergleich: 300 MWh Energie werden benötigt, um ein durchschnittliches Einfamilienhaus 16 Jahre lang zu beheizen, und mit 91.000 m³ Wasser könnte man 36 olympische Schwimmbecken füllen.

Elektromotoren bestehen fast komplett aus wiederverwertbaren Metallen. ABB-Motoren beispielsweise sind bis zu 98 Prozent wiederverwertbar. Mit dem Recyclingkupfer, -aluminium und -stahl lassen sich im Vergleich zur Neuproduktion von Metallen Energieeinsparungen zwischen 75 und 95 Prozent erreichen.

»Mit dem neuen Angebot können wir unseren Kunden jetzt Lösungen entlang des gesamten Lebenszyklus von Motoren aus einer Hand anbieten – inklusiver der Entsorgung«, erklärt Dr. Frank Simon, Leiter der Energieeffizienz bei ABB Motion in Deutschland. »Der Ersatz von alten, weniger energieeffizienten Motoren durch neue hocheffiziente Motoren leistet zugleich einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.«

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