Remote-I/O mit Funkmodul

Stefan Kuppinger,

WirelessHART an Bord

Kommunikation per WirelessHART ist bislang nur zwischen Gateways und einzelnen Sensoren angedacht. Aber warum nicht auch klassische Ein- und Ausgänge einbeziehen? Die Firma Hesch ergänzt dazu ihr modulares Prozess-I/O-System IMOD mit einem WirelessHART-Funkmodul.

Werner Brandis, Hesch Schröder: „Wir sehen einen Bedarf, auch abgesetzte Remote-I/Os über WirelessHART zu vernetzten.“

Mit dem Feldbus-Koppler HE 5815 lassen sich bestehende I/O-Systeme mit WirelessHART-Funktionen nachrüsten und in die drahtlose Kommunikationsinfrastruktur einbinden: „Nicht nur wenige Eingänge, sondern auch komplette Remote-I/Os", zeigt Werner Brandis, Geschäftsführer der Firma Hesch Schröder, die Besonderheit des WirelessHART-Kopplers auf. Das Modul funktioniert mit allen Standard-I/O-Modulen (4 bis 20 mA, 0 bis 10 V, PT100, HART, DI, DO) aus dem IMOD-Programm und unterstützt bis zu 250 Module.

Gegenüber der Steuerung emuliert der Funkkoppler die nicht HART-fähigen I/Os als kompatible HART-Devices. „Bei einem solchen Mengengerüst gilt es natürlich, die benötigte Übertragungsbandbreite und Aktualisierungsraten zu beachten", betont Brandis. Konfiguration und Adressvergabe erfolgen über einen frontseitigen Maintenance-Port. Klar, dass ein komplettes Remote-I/O mit vielen E/As nicht mehr mittels Batterie versorgt werden kann. Deshalb wird das Modul über eine klassische 24-V-Stromversorgung gespeist.

Das Koppelmodul basiert auf dem WirelessHART-Modul der Firma Softing und dem Protokoll-Stack des Wireless-Industrial-Technology-Konsortiums (Witeck). Die Organisation wurde von wichtigen Sensor- und Komponentenherstellern gegründet, um unter anderem gemeinsam die Entwicklung eines WirelessHART-Stack zu finanzieren. Softing übernimmt innerhalb der Witeck als sogenannter Licensing Agent die weitere Verbreitung des Software-Stack - über eigene Hardwaremodule wie das Funkmodul oder kundenspezifische Entwicklungen.

„Das WD-HART-Modul und der Witeck-Stack sorgen automatisch für Kompatibilität mit den Feldgeräten und Gateways der führenden Hersteller", so Brandis. Zudem besitzt der Adapter alle notwendigen ATEX- und RF-Zulassungen.

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