KI-Infrastruktur in Europa

Andrea Gillhuber,

Ionos und Q.ANT kooperieren bei KI

Ionos und Q.ANT wollen gemeinsam photonische Prozessortechnologien für KI- und Hochleistungsrechner vorantreiben. Ziel der Partnerschaft ist der Aufbau energieeffizienter und souveräner KI-Infrastrukturen in Europa.

Der Cloud- und Hostinganbieter Ionos und das Stuttgarter Technologieunternehmen Q.ANT haben eine strategische Partnerschaft im Bereich KI-Infrastruktur vereinbart. Die Zusammenarbeit wurde am Rande der Digitalkonferenz re 2026 in Berlin bekanntgegeben. Im Fokus stehen photonische Prozessortechnologien für Anwendungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und High Performance Computing (HPC).

Nach Angaben der Unternehmen soll die Kooperation dazu beitragen, Europas technologische Souveränität im KI-Sektor zu stärken und gleichzeitig den steigenden Energiebedarf moderner Rechenzentren zu reduzieren. Dabei kombiniert IONOS seine Erfahrung beim Betrieb von Cloud- und KI-Infrastrukturen mit den photonischen Chip-Technologien von Q.ANT.

Die Partnerschaft umfasst auch die geplante kommerzielle Nutzung der sogenannten Native Processing Server (NPS) von Q.ANT in Rechenzentren. Bislang werden die Systeme nach Unternehmensangaben bereits in wissenschaftlichen Einrichtungen eingesetzt, darunter am Leibniz-Rechenzentrum in München und am Forschungszentrum Jülich.

Photonische Prozessoren arbeiten mit Lichtsignalen statt elektrischer Ströme. Laut Q.ANT sollen dadurch insbesondere bei KI-Anwendungen höhere Rechenleistungen bei geringerem Energieverbrauch möglich werden. Zudem verweist das Unternehmen darauf, dass die Technologie vollständig in Europa produziert werden könne und eigenständige Software-Stacks ermögliche.

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„Mit Q.ANT haben wir einen Partner, der Computing neu denkt und damit die weitere Skalierung von KI-Infrastrukturen erst ermöglicht – mit einem durchgängig souveränen KI-Stack”, betont Dr. Andreas Nauerz, Chief Product Officer bei Ionos.

Auch Q.ANT sieht in der Kooperation einen wichtigen Schritt zur Markteinführung seiner Technologie. „Photonische Chips können gerade in der KI ihre Stärken gegenüber klassischen GPUs ausspielen - durch höhere Rechenleistung und deutlich reduziertem Energieverbrauch“, sagt Dr. Michael Förtsch, CEO von Q.ANT.

Für den Sommer kündigten beide Unternehmen erste gemeinsame Cloud-Lösungen für KI- und HPC-Anwendungen an.

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