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Der richtige Cloud-Ansatz für KMU
KMU brauchen Cloud-Strategien, die flexibel sind und sich an ihre individuellen Bedürfnisse anpassen lassen. Hyperkonvergente Infra-strukturen, die speziell für KMU entwickelt wurden, bieten neue Möglichkeiten zur Nutzung hybrider Clouds und schaffen geeignete Voraussetzungen für die Nutzung von KI-Modellen am Netzwerkrand.
Verschiedene Arten von Unternehmen haben unterschiedliche IT-Anforderungen. So haben kleine und mittelständische Unternehmen nicht die gleichen Anforderungen wie große, internationale Firmen. Dementsprechend würde man meinen, dass es für jede Art von Unternehmen – und insbesondere für verschiedene Größen – unterschiedliche IT-Lösungen gibt. Ein genauer Blick auf die am Markt erhältlichen Produkte zeigt jedoch, dass die meisten Angebote für Großunternehmen entwickelt wurden. Der Grund hierfür liegt darin, dass der Einsatz neuer, fortschrittlicher und daher teurer Technologien erst ab einer bestimmten Größe sinnvoll ist.
Diese Lösungen sind meist hochgradig funktionsreich und darauf ausgelegt, in internationalen Konzernen mit tausenden Mitarbeitenden reibungslos zu funktionieren. Auch für die Hersteller ist der Fokus auf große Unternehmen nachvollziehbar, da sich mit einer einzigen Lizenz für ein Großunternehmen deutlich mehr verdienen lässt, als mit einer kleineren Lizenz für ein KMU.
Für KMU ist der Zugang zu vergleichbaren Funktionen hingegen deutlich schwieriger. Die IT-Budgets von KMU sind prozentual gesehen viel kleiner, und obwohl einige moderne Technologien für KMU wünschenswert wären, gibt es oft keine erschwinglichen Angebote. Nur in seltenen Fällen bieten Hersteller Pakete für KMU an, die an deren Situation angepasst werden können.
Hybrid-Cloud-Strategien für kleine und mittelständische Unternehmen oft zu komplex
Cloud-Technologien sind ein gutes Beispiel dafür, dass viele Angebote für die speziellen Anforderungen von KMU nicht geeignet sind. So versprechen Strategien wie "Cloud-first" oder "Cloud-only" hohe Flexibilität und Effizienz. In der Realität stellten sich diese Strategien für viele KMU allerdings oft als kostenintensiv und für die Ressourcenlage von KMU schwer zu betreiben heraus.
Auch ‚Private Clouds‘ im eigenen Rechenzentrum sind für KMU oft keine optimale Lösung. Sie sind für KMU häufig unerschwinglich und zu komplex in der Verwaltung. Angesichts dieser suboptimalen Optionen hat sich in den meisten Branchen mittlerweile die Nutzung von Hybrid-Cloud-Strategien etabliert. Die ‚Hybrid Cloud‘ kombiniert die Flexibilität und Skalierbarkeit der ‚Public Cloud‘ mit der Leistung und Kosteneffizienz der ‚Private Cloud‘. Diese Vorteile gelten prinzipiell auch für KMU. Gerade die Einführung solcher Modelle erweist sich für KMU jedoch als besonders herausfordernd, denn es gibt nicht viele Angebote an Cloud-Lösungen oder für die Infrastruktur von Rechenzentren, die speziell für KMU entwickelt wurden.
Hyperkonvergente Infrastruktur – die richtige Wahl für KMU?
Eine Möglichkeit, eine hybride Cloud aufzubauen, ist der Einsatz hyperkonvergenter Infrastruktur (HCI). Als Teil einer Cloud-Strategie konsolidiert HCI Compute-, Netzwerk- und Speicherressourcen in einer einzigen, optimierten Architektur. So lassen sich lokale Anwendungen sicher betreiben und bei Bedarf flexibel mit Cloud-Ressourcen verbinden. Da diese Lösungen von Grund auf für kleinere Standorte konzipiert wurden, zahlen Unternehmen nicht für Funktionen, die sie nicht benötigen. Die Installationen sind in der Regel auch für Nicht-Experten einfach zu verwalten, und die Lösungen können intern betrieben werden, ohne dass externe Unterstützung erforderlich ist. Im Laufe der Zeit, wenn ein KMU wächst, kann auch die HCI mitwachsen.
Synergien zwischen HCI, Cloud und Edge ermöglichen KI-Nutzung am Edge
Ein weiterer Faktor bei der Überlegung zur Nutzung hyperkonvergenter Infrastruktur ist der aktuell wichtige Trend, KI zu nutzen. Künstliche Intelligenz wird bereits in sehr vielen Bereichen eingesetzt und breitet sich auch bei KMU weiter aus. Zentral ist dabei, die IT-Infrastruktur so auszurichten, dass KI-Modelle effizient eingesetzt werden können. Eine stark zentralisierte Infrastruktur kann jedoch bei Echtzeit-Anwendungen zum Engpass werden. Denn in Private- und Public-Clouds zentralisierte Infrastrukturen eignen sich nicht sehr gut für KI-Workloads. Diese können ihre Stärken nur dann voll ausschöpfen, wenn sie schnelle Analysen in Echtzeit dort bereitstellen, wo die Daten generiert werden – am Edge.
Mit HCI bietet sich so nicht nur die Möglichkeit, die passende Cloud-Infrastruktur zu nutzen, sondern gleichzeitig auch geeignete Bedingungen für KI-Workloads am Netzwerkrand zu schaffen. Durch die Nutzung von Synergien zwischen HCI, Cloud und Edge Computing können Unternehmen dezentralisierte Infrastrukturen einrichten und so gleichzeitig das Potenzial von KI nutzen. Hier kann HCI einige Leistungs-, Logistik- und Kostenprobleme adressieren, die in klassischen Cloud-Umgebungen bestehen. Denn der Ansatz verschiebt die Verarbeitungsressourcen in die Nähe der Datenquelle und reduziert so das Problem langer Latenzzeiten.
KMU könnten daher in Betracht ziehen, hyperkonvergente Infrastrukturen in ihre strategische Planung für Cloud-Computing und KI einzubeziehen.













