ODVA

Meinrad Happacher,

Spezifikationen für CIP-Netzwerke erweitert

Die ODVA veröffentlichte Anfang Juni eine neue Version der Spezifikationen für die CIP-Netzwerke. Die Aktualisierung enthält insgesamt 14 Verbesserungen für EtherNet/IP, DeviceNet, CompoNet und ControlNet.

© ODVA

Die wichtigsten Neuerungen betreffen zum einen das Thema modulare Stromverteilungssysteme und zum anderen die Option der Verwendung eines SC-RJ-Steckverbinders für die LWL-Übertragung.

Da die Verteilung der Steuerspannung einen Anteil mit hohen Kosten und hohen Risiken bei der Entwicklung und dem Aufbau von Maschinen darstellt, können durch den Einsatz von modularen Stromverteilungssystemen signifikante Einsparungen erzielt werden. Allerdings werden in der Fabrikautomation üblicherweise viele verschiedene Steuerspannungen verwendet. Endanwender fordern deswegen, dass die Komponenten standardisiert werden einschließlich der zulässigen Störgrößen. Daher definierte die ODVA jetzt Empfehlungen für Hilfsstromkreise, indem konsistente Regeln für Komponenten, Geräte und die Verdrahtung aufgestellt werden, mit denen zunächst die Hilfsstromverdrahtung im Kleinspannungsbereich von 24 V abgedeckt wird.

Da es bereits eine große Zahl von Produkten im Markt gibt, die mit einer Stromversorgung von 24 V arbeiten, wird dies eine informative Erweiterung zum Common Industrial Protocol (CIP) sein, einheitlich für alle CIP-Netzwerke. Beispiele solcher Systeme sind Not-Halt-Einrichtungen, Hilfsstromversorgung für E/A-Geräte und PwE (Power with Ethernet - Stromversorgung mit überlagertem Ethernet).

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SC-RJ-Steckverbinder freigegeben

In punkto LWL-Übertragung hat die ODVA die Option eines SC-RJ-Steckverbinders freigegeben sowie die Gehäusevariante 1, die für raue Industrieumgebung geeignet ist. Dieser Steckverbinder ist als Fortführung der letztjährigen Einführung der optischen Polymerfaser mit 1 mm Durchmesser als Option für die physikalische Schicht von EtherNet/IP zu sehen. Er bietet eine einfache Lösung für Installation und Anschluss im Feld ohne große Einarbeitung, da nur einfache Techniken für Vorbereitung und Befestigung der Faser zum Einsatz kommen. Ein Polieren der Faser kann entfallen; dadurch werden Installationszeit und -komplexität stark reduziert. Außer für die 1mm-POF ist der SC-RJ-Steckverbinder auch für alle weiteren für EtherNet/IP definierten Fasertypen geeignet.

„Verfügbar in IP 20 sowie in IP67 in Metall und Kunststoffausführungen bietet dieses neue Ethernet/IP-Interface eine extrem große Applikationsbreite. Dank der Standardisierung der Schnittstelle durch die ODVA wird sich die neue SC-RJ Schnittstelle sehr schnell bei Geräteherstellern und Endanwendern durchsetzen", begrüßt Bernd Horrmeyer, Product Marketing Senior Engineer bei Phoenix Contact die Spezifikations-Erweiterung der ODVA.

Die Spezifikationen werden als Gruppe mit dem Titel „The CIP Networks Library" veröffentlicht. 

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