CANopen
Schriftenreihe komplett überarbeitet
CAN in Automation (CiA) hat die Spezifikation CiA 302 in der Version 4.1 veröffentlicht. Die komplett überarbeitete Schriftenreihe ersetzt die 2003 veröffentlichte Version 3.3 und spezifiziert unter anderem das „Flying NMT Master“-Konzept, den SDO- und Konfigurationsmanager, redundante Busleitungen sowie CANopen-zu-CANopen-Gateways.
Mit den CANopen-Zusatzfunktionen lassen sich komplexe Netzwerke realisieren, die auch die Anforderungen sicherheitskritischer und hochverfügbarer Anwendungen erfüllen. Dazu zählen unter anderem Eisenbahn-Anwendungen und batteriebetriebene Roboter sowie medizinische Geräte.
- Teil 1 definiert Begrifflichkeiten und gibt einen Überblick.
- In Teil 2 wird das Starten eines CANopen-Netzwerkes im Detail spezifiziert. Dies umfasst auch den „Flying Master“, der vor allem für sicherheitskritische Anwendungen benötigt wird. Fällt der aktive Netzwerkmanagement-Master aus, übernimmt ein redundanter NMT-Master die Kontrolle über das Netzwerk.
- Teil 3 definiert das Herunterladen von Programmen sowie den Konfigurationsmanager, ein Online-Werkzeug, das beim Starten die anderen Teilnehmer parametriert. Das Herunterladen der Software sowie das Parametrieren werden mit Servicedatenobjekten (SDO) realisiert.
- Teil 4 beschreibt Netzwerkvariablen, die von programmierbaren Geräten verwendet werden. Sie erhalten erst nach der Programmierung eine Bedeutung und können auch in Prozessdatenobjekte (PDOs) übertragen werden.
- Teil 5 beschreibt den SDO-Manager. Er wird benötigt, wenn einfache CANopen-Geräte, die nur über den Default-SDO-Server verfügen, von einem externen Werkzeug konfiguriert oder diagnostiziert werden sollen. In einem solchen Fall leiht der SDO-Manager dem Werkzeug den korrespondierenden SDO-Client.
- In Teil 6 ist eine Busleitungs-Redundanz definiert, wie sie beispielsweise in der Schifffahrt vorgeschrieben ist. Im Fehlerfall wird von der Default-Busleitung auf die zweite Busleitung automatisch umgeschaltet.
- Teil 7 definiert die Kommunikation zwischen CANopen-Netzwerken. Dabei werden SDOs und Emergency-Nachrichten über mehrere Netzwerke hinweg weitergeleitet (Router-Funktion), so dass man von einem Gerät jedes andere Gerät im gesamten Netzwerksystem parametrieren und überwachen kann. Die PDOs werden immer nur von einem Netzwerk zum nächsten weiter geleitet (Bridge-Funktion). Ein CANopen-Netzwerksystem kann aus bis zu 127 Netzwerksegmenten bestehen.









