D-Link
Einstieg in umkämpften Markt
D-Link steigt mit drei neuen Serien in den Markt für industrielle Switches ein. Michael Müller, Head of Product Management für Zentraleuropa, über die Hintergründe und technische Details.
Herr Müller, warum steigt D-Link in den stark fragmentierten Markt für industrielle Switches ein?
Michael Müller: Mit unseren neuen Serien an Switches DIS-100, DIS-300 und DIS-700 adressieren wir zwei Megatrends, die den IT-Markt derzeit beherrschen wie kaum ein anderer. Zum einen ist das der Trend der Anbindung des Produktionskapitals ans Internet – kurz die Industrie 4.0 – und zum anderen die Vernetzung des öffentlichen Raumes, auch häufig unter dem Begriff der Smart City subsumiert.
D-Link hat eine über 30-jährige Historie im Bereich der IP-Netzwerktechnik, und damit kann der Einstieg in den Bereich der industriellen Switches als eine logische Konsequenz betrachtet werden.
Wo setzt sich D-Link von seinen Wettbewerbern ab?
’Michael Müller: Mit dem Einstieg in den Bereich der industriellen Switches eröffnen wir Anwendern neue Möglichkeiten, kommerzielle Netzwerke und industrielle Netzwerke miteinander zu verschmelzen. Das wiederum geht mit Kosteneinsparpotenzialen einher – sowohl was die Beschaffungskosten betrifft als auch das Management der Infrastruktur.
Zusätzlich stellen die Erfahrung und Qualität D-Links im Bereich der Netzwerktechnik große Vorteile dar, wenn man bedenkt, dass industrielle Switches zumeist in kritischen Umgebungen eingesetzt werden, wo ein Ausfall hohe Kosten oder Risiken für Leib und Leben bedeuten kann.
Ebenso legen wir großen Wert auf Service & Support. Hier stehen unsere global verfügbaren Ressourcen genauso für industrielle Switches zur Verfügung wie das bei den kommerziellen Switches der Fall ist.
Sind weitere Produkte/Angebote für industrielle Einsatzgebiete geplant?
Michael Müller: Im Bereich industrielle Switches wird D-Link sein derzeit auf Gigabit-Technologie basiertes Portfolio um Fast-Ethernet-Switches erweitern. Anders als im Bereich der Videoüberwachung, bei der sehr hohe Datenmengen aufkommen, ist die zu verarbeitende Datenmenge im Produktionsumfeld häufig sehr gering. Dieser Markt kann zukünftig noch kosteneffizienter adressiert werden.
Passend zu den Anforderungen im industriellen Bereich führen wir bereits heute industrielle Gigabit Interface Converter und die passenden Netzteile für die industriellen Switches an. Zusätzlich bieten wir den industriellen Mobile Router DWM-312 an. Dieses Produkt eignet sich für den Einsatz in Situationen, in denen keine Netzwerkverbindung über Kabel möglich oder gewollt ist. Es verfügt über eine Dual-SIM-Funktionalität und kann so den Ausfall eines der beiden Funknetze kompensieren – ohne Auswirkungen auf den Datenverkehr.
Durch welche Eigenschaften eignen sich die Geräte für den Industrie-Einsatz?
Michael Müller: Daher sind unsere industriellen Switches – mit Ausnahme der DIS-700 Serie – für den Einsatz von –40 bis +75 °C ausgelegt, sind passiv gekühlt und erlauben etwa eine Hutschienen-Montage. Darüber hinaus garantieren Geräte der DIS-300- und DIS-700-Serie ein schnelles Failover in wenigen Millisekunden. Weiter sind die Geräte hinsichtlich Vibrations- und Stoßfestigkeit sowie elektromagnetischer Abstrahlung (EMV) zertifiziert und verfügen standardmäßig über fünf Jahre Herstellergarantie.
Wie unterscheiden sich die Geräte?
Michael Müller: Die DIS-100- und DIS-300-Serien sind Access Switches, die sich im Wesentlichen vom Grad der Managementfunktionalität unterscheiden. Die DIS-700-Serie hingegen ist ein Aggregation Switch mit durchgehend hohen Datenübertragungsraten und reduzierten Latenzzeiten für zeitkritische Video-, Sprach- und Datenanwendungen. Zusätzlich verfügt er über erweiterte intelligente Quality-of-Service -Funktionen.










