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Noch heute werden IT-Inventarlisten teilweise in Excel geführt, Änderungen im Produktionsumfeld oft handschriftlich oder in temporären digitalen Notizen festgehalten. Warum eine präzise Dokumentation von IT-Komponenten in der Fertigung betriebliche Ausfallzeiten reduziert.
Automatisierungstechnik benötigt Netzwerktechnik. Racks mit IT-Komponenten finden sich in zahlreichen Produktionshallen. Besonders bei global agierenden Unternehmen werden die IT-Systeme zunächst durch zentrale IT-Abteilungen installiert; Wartung und Pflege erfolgen dann jedoch durch die Teams vor Ort. Die Herausforderung dabei: Häufig werden Komponenten vor Ort ausgetauscht, ohne dass dies dokumentiert wird – ein potenziell kostspieliges Versäumnis im Fehlerfall. Die Suche nach der betroffenen Komponente kostet Zeit. Kommt es währenddessen zu einem Produktionsstillstand, entstehen erhebliche Kosten.
KI-gestützte Lösungen für das IT-Asset-Management können solchen Szenarien vorbeugen. Sie ermöglichen es selbst ungeübten Anwendern, die Komponenten eines Racks in weniger als zehn Minuten vollständig zu erfassen. Die Daten werden in einem digitalen Zwilling gespeichert und sorgen dafür, dass sowohl die logische als auch die physische Infrastruktur aktuell bleibt.
Operative Technologien (OT) werden branchenübergreifend zur Steuerung von Fertigungsanlagen eingesetzt. Im Kontext von Industrie 4.0 sind die Anlagen in der Regel mit der Unternehmens-IT vernetzt, um Daten direkt weiterzuverarbeiten und zu speichern. Dieser Informationsgewinn geht jedoch mit einem erhöhten Risiko hinsichtlich der Ausfallsicherheit der gesamten Produktion einher.
Eine Studie von Siemens (Senseye, The True Cost of Downtime 2022) schätzt die stündlichen Kosten bei Produktionsausfällen auf 39.000 US-Dollar im Bereich schnelldrehender Konsumgüter bis zu 2 Millionen US-Dollar in der Automobilindustrie. Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, Netzwerkkomponenten und Speichersysteme in den Werkshallen regelmäßig zu warten und zu dokumentieren. Für viele Unternehmen stellt dies jedoch eine Herausforderung dar.
Fehlerquellen durch fehlerhafte Dokumentation
Fehlende Dokumentation führt zu typischen Problemen. Bei Automobilherstellern beispielsweise müssen die Steuereinheiten in der Nähe der Roboter installiert werden, um die Latenzzeiten gering zu halten. Werden Anlagen umgebaut oder gewartet, kommt es häufig zu Änderungen in den Serverschränken, ohne dass diese erfasst werden. Selbst geänderte Kabelführungen oder andere Portbelegungen können im Fehlerfall problematisch sein. In großen Werkshallen, in denen Dutzende Serverschränke verteilt sind, wird der Umfang des Dokumentationsaufwands deutlich.
Bei weltweit tätigen Produktionsunternehmen führen dezentrale Strukturen häufig zu einem Kontrollverlust über die IT-Komponenten: Die Anlagen werden teils eigenständig durch das lokale Personal oder durch externe Dienstleister angepasst. Ein IT-Team ist vor Ort meist nicht vorhanden – und Änderungen in der Infrastruktur werden selten dokumentiert. Das kann zu einer mehrstündigen Verzögerung bei der Störungsbehebung führen – allein, um die fehlerhafte Komponente zu identifizieren.
Digitale Dokumentation ohne Medienbruch
Für Unternehmen ist es entscheidend zu wissen, welche IT-Systeme wo und in welcher Konfiguration im Einsatz sind. Dabei reicht eine grobe Standortangabe nicht aus. Vielmehr muss die genaue Position im Serverschrank sowie die logische Verbindung dokumentiert werden.
Zwar existieren häufig Abbildungen der logischen Netzwerkstruktur, doch die physische Lokation der Komponenten und deren Anschlüsse sind oft nicht eindeutig zugeordnet. Der Grund dafür ist, dass die Erfassung in vielen Fällen manuell erfolgt.
Inventarlisten werden teilweise noch in Excel geführt, Änderungen im Produktionsumfeld – wenn überhaupt dokumentiert – werden oft handschriftlich oder in temporären digitalen Notizen festgehalten. Die spätere Übertragung in das zentrale System erfolgt verzögert oder unvollständig – eine erhebliche Fehlerquelle.
Moderne Systeme nutzen hier alternative Ansätze. Mittels Augmented Reality können Hardware-Komponenten mit Tablets oder Smartphones erfasst werden. Eine integrierte, KI-basierte Bilderkennung greift auf eine Datenbank zu und ordnet die Komponenten automatisch zu.
DC Smarter bietet hierfür die Software ‚DC Vision‘ an. Ein Medienbruch findet nicht statt: Die Daten werden direkt aus der App in die Software übertragen und gespeichert.
Einheitliche Datenbasis
DC Vision vereint Data Center Infrastructure Management (DCIM), IT Service Management (ITSM) und KI-basierte Werkzeuge über API-Schnittstellen in einer Plattform. Durch die Anbindung an IT-Asset-Management-Systeme liefert die Software Echtzeiteinblicke in die Infrastruktur und ermöglicht deren Überwachung und Optimierung. Über mobile Geräte wie Tablets oder Smartphones werden Hardware-Komponenten erfasst. Die integrierte KI vergleicht die Daten mit bestehenden Informationen und erstellt automatisch einen digitalen Zwilling.
Im Störfall kann das IT-Team dadurch schneller reagieren. Weitere KI-Funktionen unterstützen bei der Vorhersage potenzieller Probleme und bieten Empfehlungen zu deren Vermeidung.












