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Artikel und Hintergründe zum Thema

Intelligente Vernetzung

Lukas Dehling,

Autoindustrie setzt auf EEBus-Konzept

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat den Beitritt zur Initiative EEBus erklärt. Ziel ist die Einbindung von Automobilen in das Smart Grid und Smart Home.

Dank der Smart-Grid-Technologie sollen Elektroautos nur dann betankt werden, wenn ausreichend Energie vorhanden ist.

© VDE

In der EEBus-Initiative haben sich internationale Unternehmen und Verbände mit den Schwerpunkten Elektronik, Energie sowie Informations- und Kommunikationstechnologie zusammengeschlossen. Ziel ist eine intelligente Kommunikation elektronischer Geräte über Branchen, Gewerke- und Technologiegrenzen hinweg. "Es besteht eine große Nachfrage, in diese intelligente Vernetzung Anwendungen rund ums Auto zu integrieren", erläutert Matthias Wissmann, Präsident des VDA, die Beweggründe zum Beitritt. "Da sich in der EEBus Initiative bereits die Marktführer vieler anderer Branchen versammeln, ist unsere Kooperation nur folgerichtig. Unsere Mitgliedsunternehmen unterstützen diese Weichenstellung aktiv und gestalten die intelligente Vernetzung nun in der EEBus Initiative mit."

Einbindung von Automobilen in das Smart Grid und Smart Home

Für Peter Kellendonk, 1. Vorsitzender der EEBus Initiative hat der VDA-Beitritt weitreichende Bedeutung: "Dass die Automobilindustrie jetzt auf EEBus setzt, ist ein entscheidender Schritt für das Einbinden von Automobilen in das Smart Grid und Smart Home." Das Auto werde zum intelligenten Dienstleister in allen Fragen, die mit individueller Mobilität zu tun haben. Kellendonk: "Wenn das Automobil in das Smart Home eingegliedert wird, ist die Verwendung und der Schutz der Daten beispielsweise beim Abgleich von Einträgen im Terminkalender mit Zielvorgaben im Navigationssystem ein wichtiges Thema. In der EEBus Initiative entscheiden die Unternehmen demokratisch, welche Daten sie nutzen möchten. Das verhindert, dass unnötig Nutzerdaten an Datenkraken wandern und die eigenen Geschäftsmodelle durch multinationale Konzerne gefährdet werden." Einen essentiellen Effekt habe die intelligente Vernetzung der Autos auf den Bereich Energiemanagement: "Flächendeckendes Laden von Elektromobilen ist mit der Netzstruktur heute nicht einfach zu realisieren, ein Einbinden der Elektromobile und Ladeeinrichtungen in das Smart Grid ist unumgänglich. So binden wir die zunehmend verbreiteten Elektroautos in die intelligente Verschiebung des Energieverbrauchs ein." Die Elektroautos können so gezielt dann geladen werden, wenn ausreichend Energie vorhanden ist. „Fahrzeuge mit Elektro-Motoren können so zu fahrenden Energiespeichern werden“, so Kellendonk.

 

 

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Der Workshop E-Mobility Working Group

Das effiziente Laden von Elektrofahrzeugen war auch Thema des Workshop der neu gegründeten E-Mobility Working Group, an der auch der VDA bereits teilnahm. Zusammen mit Vertretern mehrerer deutscher Automobilfirmen, von Energieerzeugern, Herstellern für Ladeequipment, Photovoltaik-Firmen und Serviceanbietern werden intelligente Elektromobilitäts-Konzepte entwickelt. Kellendonk: "Die Anbindung der Elektrofahrzeuge und Ladeeinrichtungen in Smart Home- und Smart Grid-Systeme ist nun ein zentrales Thema der EEBus Initiative." Beispielsweise nehmen Mitglieder der Initiative auch federführend an dem Feldversuch econnect Germany teil und bringen den EEBus ein. Der Feldversuch erfolgt im Rahmen eines Projektes der Bundesregierung (www.econnect-germany.de). Dabei werden Privatkunden Elektrofahrzeuge zur Verfügung gestellt, um auf Grundlage von Alltagserfahrungen die energieeffiziente Nutzung zu optimieren.

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