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Erneuerbare Energien

Davina Spohn,

ABB verkauft Solarwechselrichter-Sparte

Der ABB-Konzern hat sein Solarwechselrichter-Geschäft an das italienische Unternehmen Fimer verkauft. Mit der Transaktion richtet ABB sein Geschäftsportfolio weiter konsequent auf andere Wachstumsmärkte aus.

© ABB

ABB beschäftigt in der Solarwechselrichter-Sparte rund 800 Mitarbeitende in mehr als 30 Ländern und unterhält Produktions- und F&E-Standorte in Italien, Indien und Finnland. Darin enthalten ist das Solarwechselrichter-Geschäft von Power-One, das 2013 von der ABB-Division ‚Industrieautomation und Antriebe‘ übernommen wurde. Das Unternehmen bietet ein umfassendes Portfolio an Produkten, Systemen und Dienstleistungen für verschiedene Arten von Solaranlagen an. Das Geschäft ist heute Teil des Geschäftsbereichs Elektrifizierung von ABB und erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz in Höhe von rund 290 Mio. US-Dollar.

Eigenen Aussagen zufolge wollen ABB und Fimer einen reibungslosen Übergang für Kunden und Mitarbeitende sicherstellen. Fimer wird alle bestehenden Garantieverpflichtungen erfüllen, und ABB wird Fimer für die Übernahme des Geschäfts und der damit verbundenen Verbindlichkeiten entschädigen.

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„Die Veräußerung entspricht unserer Strategie eines systematischen Portfoliomanagements zur Stärkung unserer Wettbewerbsfähigkeit und zur Fokussierung auf eine verbesserte Umsatzqualität und wachstumsstärkere Segmente.“, so Tarak Mehta, ABB.

© ABB

„Solar ist ein etabliertes und wichtiges Geschäftsfeld von Fimer. Daher gehen wir davon aus, einen sehr guten Käufer für das Solarwechselrichter-Geschäft von ABB gefunden zu haben”, so Tarak Mehta, Leiter des Geschäftsbereichs Elektrifizierung von ABB. “Die Kombination der beiden Portfolios wird es Fimer ermöglichen, seinen Umsatz weiter zu steigern. Mit unserem intelligenten Angebot im Nieder- und Mittelspannungsbereich werden wir die Solarenergie weiter in zahlreiche smarte Lösungen integrieren, darunter intelligente Gebäude, Energiespeicher und Ladestationen für Elektrofahrzeuge.“

Infolge der Transaktion erwartet ABB im zweiten Quartal 2019 eine nicht-operative Belastung nach Steuern von rund 430 Mio. US-Dollar und eine entsprechende Belastung des Halbjahresergebnis 2019. Etwa 75 % der Belastung werden sich im Cashflow von ABB widerspiegeln – in Form von Mittelabflüssen von ABB an Fimer vom Abschluss der Transaktion bis ins Jahr 2025. Zudem rechnet ABB ab dem zweiten Halbjahr 2019 mit Separations- und Abwicklungskosten von bis zu 40 Mio. US-Dollar. Der Abschluss ist für das erste Quartal 2020 geplant und von mehreren Bedingungen abhängig, darunter der Abschluss der Separation und vorherige Konsultationen mit den Arbeitnehmervertretungen.

Details zu Fimer

Fimer wurde 1942 gegründet und ist seit 1983 in der Wechselrichtertechnologie aktiv. Das Unternehmen ist laut ABB der achtgrößte Wechselrichterhersteller der Welt. Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit ist die Produktion von Wechselrichtern für Photovoltaikanlagen, Schweiß- und Ladestationen für Elektrofahrzeuge in dem operativen integrierten Werk von Fimer Vimercate in Italien.

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