Elektroinstallation
ZVEI: Branche gut durch die Krise gekommen
Die deutschen Hersteller klassischer Elektroinstallationstechnik sind 2009 besser durch die Krise gekommen, als andere Elektro-Sparten: Der Umsatz ist lediglich um zehn Prozent auf 3,13 Mrd. Euro gesunken. Die gesamte Elektroindustrie hat dagegen ein Minus von 20 Prozent zu verkraften.
Godehardt Schneider, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Installationsgeräte und –systeme: „Bezogen auf das niedrige Niveau von 2009 sind in diesem Jahr etwa drei Prozent Wachstum erreichbar.“
„Im Inland konnte der Vorjahresumsatz fast gehalten werden," berichtete Godehardt Schneider, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Installationsgeräte und -systeme, am Montag (12.4.) auf der Messe Light+Building in Frankfurt am Main. Stark rückläufig war dagegen das Exportgeschäft mit bis zu minus 40 Prozent als Spitzenwert in Spanien.
Vor allem mit Hilfe von Überstundenabbau und Kurzarbeit ist es den 160 Mitgliedsunternehmen des ZVEI-Fachverbands (Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V.) gelungen, in Deutschland die Zahl der Arbeitsplätze von rund 50.000 konstant zu halten. Nachdem in den vergangenen Jahren das Wachstum vom Export getragen wurde, wirkte 2009 das Inlandsgeschäft stabilisierend. Schneider sieht dafür mehrere Ursachen: Seit Herbst 2009 zeigt das bundesdeutsche Konjunkturpaket Wirkung.
Insbesondere die Gebäuderenovierung sei zur Konjunkturlokomotive geworden. Hinzu kommt die Installation von rund 200.000 Solaranlagen. Auch das gestiegene Energiebewusstsein habe die Nachfrage, zum Beispiel bei Zeitschalttechnik und Bewegungsmeldern sowie im Zweckbau bei der Gebäudeautomation angekurbelt. „Insgesamt schaut die Branche in Deutschland verhalten optimistisch in die Zukunft", resümiert Schneider.











