Maschinenbau
VDMA: Freihandelsabkommen öffnet Milliardenmarkt
Mitte Februar hat das Europäische Parlament für ein Freihandelsabkommen der EU mit Südkorea gestimmt. Mit dem Abkommen, das ab dem 1. Juli 2011 in Kraft tritt, sieht VDMA-Geschäftsführer Dr. Hannes Hesse den Weg geebnet für zusätzliche Geschäftsmöglichkeiten in Milliardenhöhe.
Im Rahmen des Handelsabkommens sollen in den nächsten fünf Jahren rund 98 Prozent der Schutzzölle sowie weitere Handelsbeschränkungen entfallen. Dr. Hesse erklärt, dass das Abkommen die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Maschinenbauer im koreanischen Markt signifikant erhöhen wird. Der sofortige Wegfall von Zöllen für rund zwei Drittel der Warengruppen erhöhe schlagartig die Attraktivität deutscher Produkte auf dem koreanischen Markt und verbessere die Lage der deutschen Investitionsgüterindustrie, insbesondere gegenüber dem Wettbewerb aus Japan, China und den USA.
Schon derzeit laufe das Exportgeschäft der deutschen Investitionsgüterindustrie nach Korea äußerst erfreulich: Von Januar und November 2010 lieferte die Branche Maschinen- und Anlagen im Wert von 2,4 Mrd. Euro nach Korea. Dies entspricht einer Steigerung um 17 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Diese Steigerung ist umso bemerkenswerter, als im Krisenjahr 2009 das Geschäft mit Korea gegen den Trend stabil geblieben war.
"Wir hoffen, dass die EU-Kommission nach diesem ambitionierten Abschluss nun ihre Kräfte auf die ebenfalls wichtigen Märkte Indien und Brasilien konzentriert", kommentierte Dr. Hesse abschließend.








