Deutscher Zukunftspreis 2013

Davina Spohn,

Ultrakurzpulslaser ausgezeichnet

Den 'Oscar unter den deutschen Innovationspreisen' – den Deutschen Zukunftspreis – überreichte Bundespräsident Joachim Gauck Anfang Dezember einem Expertenteam von Trumpf, Bosch und der Universität Jena. Aus deren Köpfen stammt ein Ultrakurzpulslaser, mit dem sich Werkstoffe präzise in hoher Stückzahl bearbeiten lassen.

Bundespräsident Joachim Gauck (links) überreichte den Deutschen Zukunftspreis an (von links nach rechts) Prof. Dr. Stefan Nolte (Universität Jena), Jens König (Bosch) und Dr. Dirk Sutter (Trumpf).

© Deutscher Zukunftspreis / Stephanie Pilick

Den mit 250.000 Euro dotierten Preis des Bundespräsidenten nahmen Dr. Jens König, Prof. Dr. Stefan Nolte und Dr. Dirk Sutter entgegen. Das Team entwickelte Werkzeuge auf der Basis von Lasern, die das Licht in Form ultrakurzer und energiegeladener Pulse aussenden. Dadurch ebneten sie den Weg für eine schnelle, zuverlässige und sehr präzise Bearbeitung unterschiedlichster Materialien – und zur Fertigung neuartiger Produkte.

Der Bundespräsident ehrt mit der Auszeichnung herausragende technische, ingenieur- und naturwissenschaftlicher Leistungen, die zu anwendungsreifen Produkten führen. Licht war das bestimmende Thema des Deutschen Zukunftspreises 2013. Auch die weiteren Projekte der Endauswahl zeigten auf, dass die Innovationen in der Fotonik derzeit ein bedeutendes Element der industriellen Entwicklung in Deutschland sind. Nominiert waren neben den Preisträgern auch Rainer Pätzel, Dr. Ralph Delmdahl und Kai Schmidt. Die Forscher schufen ein Lasersystem, mit dem sich durch gepulstes ultraviolettes Licht großflächig dünne Schichten aus Polysilizium produzieren lassen. Das ist die Grundlage für die Fertigung von hochauflösenden mobilen Displays für Smartphones, Tablets sowie Fernsehern der neuesten Generation.

Nominiert waren zudem Prof. Dr. Wolfgang Schnick und Dr. Peter J. Schmidt mit dem Projekt "Energiesparende Festkörperchemie - neue Materialien". Schnick und Schmidt entwickelten Substanzen mit außergewöhnlichen Eigenschaften, die sich als Leuchtstoff in weißen Leuchtdioden (LED) nutzen lassen. Sie machen diese Lichtquellen besonders effizient, langlebig und preiswert. Die neuartigen Lichtquellen, die inzwischen als Massenprodukt gefertigt werden, könnten der energiesparenden LED-Beleuchtung von Räumen oder Straßen zum Durchbruch verhelfen.

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