EMO 2013

Günter Herkommer,

Siemens und Kuka kündigen Kooperation an

Die Siemens-Division Drive Technologies und die Kuka Roboter GmbH haben auf der Werkzeugmaschinen-Messe EMO in Hannover eine umfassende Kooperation angekündigt. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Integration von Robotern und CNC-Lösungen beim Beschicken von Werkzeugmaschinen.

Besiegeln die neue Kooperation: Dr. Robert Neuhauser (links), CEO der Business Unit Motion Control Systems bei Siemens, und Manfred Gundel, CEO der Kuka Roboter GmbH.

© Siemens

„Mit dieser gemeinsamen Herangehensweise stärken beide Unternehmen den Kerngedanken der integrierten Fertigung und können beispielsweise durch die enge Verzahnung von Werkzeugmaschinen- und Beladeaufgaben neue Märkte erschließen“, kommentiert Manfred Gundel, CEO von Kuka Roboter die angedachte Zusammenarbeit mit Siemens. Dr. Robert Neuhauser, CEO der Business Unit Motion Control Systems bei Siemens, ergänzt: „Die CNC-Steuerungen von Siemens und die Roboter-Steuerungen von Kuka sind prädestiniert für eine Integration von Roboter- und CNC-Technologie. Mit dieser Kooperation vertiefen wir unsere langjährige Zusammenarbeit und treiben zum Nutzen beider Partner und zum Ausbau des Geschäfts intelligente Automatisierungslösungen im Sinne von Industrie 4.0 voran.“

Zum Hintergrund der Kooperation: Eine hochflexible und vollautomatisierte Produktion erfordert heute nach Überzeugung beider Partner die vollständige Integration von Robotern in den Fertigungsfluss und in die Automatisierungslandschaft. Hier wachsen insbesondere die Anwendungsfelder für Roboter und Werkzeugmaschinen aufgrund neuer Anforderungen und technologischem Fortschritt immer stärker zusammen. Gemeinsames Ziel sei es demzufolge, industrielle Branchen mit hohen Automatisierungsanforderungen bei Beladen und Bearbeitung noch besser bedienen zu können. Mit der gemeinsamen Entwicklung stünden dem Kunden als Ergebnis neue Produkte und Lösungen zur Verfügung, die optimal über den gesamten Lebenszyklus aufeinander abgestimmt sind – von der Konstruktion über die Fertigungssimulation bis hin zum Engineering und zur Werkstattebene.

Neben dem Ansatz der Integration des Roboters für das Beladen der Werkzeugmaschine planen beide Unternehmen skalierbare, durchgängige Lösungen für die Bearbeitung von Werkstücken mit Robotern zu entwickeln, unter anderem für den Leichtbau. Denn gerade dort erfordern neue Werkstoffe wie Composites innovative Bearbeitungskonzepte, die beide Unternehmen im Rahmen der Kooperation intensiv vorantreiben wollen.

Konkret wird Kuka für die Verknüpfung mit Werkzeugmaschinen Robotersysteme anbieten, die im CNC-Bereich auf Lösungen mit Sinumerik von Siemens setzen. Die einheitliche Umsetzung des Konzepts beinhaltet zum einen die in Sinumerik integrierte Beladung durch einen Kuka-Roboter. Zum anderen ist ein skaliertes Angebot vom Roboter mit zusätzlicher CNC-Bearbeitungsfunktionalität bis hin zum Roboter als reine CNC-Bearbeitungseinheit vorgesehen. Das Augenmerk liegt auch auf der durchgängigen Integration des Roboters in PLM-Prozesse.

Auf der EMO 2011 hatten beide Partner bereits die Integration des Roboters in die Sinumerik-Oberfläche für Programmieren, Teachen und Diagnose als Applikation vorgestellt. Im nächsten Schritt erfolgt nun die Anbindung an CNC-Aufgaben.

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