Reorganisation

Günter Herkommer,

Siemens stellt sich regional neu auf

Siemens löst seine bisherige regionale Aufteilung in Cluster auf. Die einzelnen Länder sollen dadurch künftig mit mehr Kompetenzen ausgestattet werden.

© Siemens

Joe Kaeser ist seit 1. August 2013 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG. Zuvor war er der Finanzchef des Münchner Konzerns.

© Siemens

„Mit der Abschaffung der Cluster machen wir Siemens einfacher und marktnäher. Wir stärken deutlich unsere Regionen, deren Leiter die wichtigsten Ansprechpartner unserer Kunden sind“, kommentiert Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens, die anstehende Umorganisation. Konkret entfällt durch die Neuaufteilung eine organisatorische Ebene im Konzern und die Länder werden stärker mit dem Geschäft der Sektoren verzahnt. Die für Siemens nach Geschäftsvolumen und Wachstumsperspektiven wichtigsten Länder sollen künftig direkt an die vier Vorstandsmitglieder berichten, die für die Sektoren Energy, Healthcare, Industry sowie Infrastructure & Cities verantwortlich sind. Diese so genannten Lead Countries stehen für mehr als 85 Prozent des Umsatzes, kleinere Länder werden ihnen direkt zugeordnet.

Im Zuge der Neuordnung der regionalen Organisation soll auch die Betreuung im Vorstand für die Regionen neu geregelt werden. Energy-CEO Michael Süß verantwortet künftig die Region NAFTA und den Mittleren Osten, Healthcare-CEO Hermann Requardt Südamerika und Japan, Industry-CEO Siegfried Russwurm Europa, Afrika sowie GUS und der CEO von Infrastructure & Cities, Roland Busch, die Region Asien (ohne Japan), Australien. Die Neuordnung der regionalen Organisation zielt auf eine Verbesserung der Marktdurchdringung vor Ort.

Zudem will Siemens in den zentralen Konzerneinheiten die Strukturen optimieren und bündeln. So soll die für Portfoliomaßnahmen zuständige Corporate-Finance-Abteilung Mergers & Acquisitions der zentralen Konzernentwicklung zugeordnet werden, die an den Vorstandsvorsitzenden berichtet. Gleiches gilt für die neue Zentralstelle Governance & Markets, in der die Konzern-Governance und die Kapitalmarktfunktionen gebündelt werden. Die hausinterne Unternehmensberatung Siemens Management Consulting wird in die Strategieabteilung eingegliedert. Die bislang zentral geführte Vertriebsabteilung Siemens One mit ihren City Account Managern wird dem Sektor Infrastructure & Cities zugeordnet. Weiter werden die "Business Excellence"-Funktionen wie unter anderem das Projekt- und Qualitätsmanagement beim Chief Technology Officer (CTO) zusammengefasst.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Siemens

Das Geschäftsjahr 2013

Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender der Siemens AG, hat heute (7. November) die Zahlen für das vierte Quartal sowie für das Geschäftsjahr 2013 bekannt gegeben. Während das Unternehmen seine anvisierten Jahresziele erreichte, musste der...

mehr...

SPS IPC Drives 2013

Siemens-Neuheiten im Sektor Industry

Mit rund 3.000 Quadratmetern Standfläche wird Siemens einmal mehr der größte Aussteller auf der kommenden SPS IPC Drives in Nürnberg sein. Im Vorfeld gibt der Sektor Industry bereits einen ersten Einblick in die zu erwartenden Neuheiten – sowohl auf...

mehr...
Anzeige
Anzeige

EMO 2013

Siemens und Kuka kündigen Kooperation an

Die Siemens-Division Drive Technologies und die Kuka Roboter GmbH haben auf der Werkzeugmaschinen-Messe EMO in Hannover eine umfassende Kooperation angekündigt. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Integration von Robotern und CNC-Lösungen...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Siemens

Starker Abschluss des Geschäftsjahres 2023

Wie Siemens mitteilt, stiegen im vierten Quartal 2023 die Umsatzerlöse und der Auftragseingang auf vergleichbarer Basis um 10 % beziehungsweise um 6 %. Im Industriellen Geschäft verzeichnet Siemens bei Ergebnis und Profitabilität die höchsten Werte...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren