Eindrücke von der Automatica 2012
Robotik drängt in neue Einsatzfelder
Vom 22. bis 25. Mai fand in München die Automatica, Fachmesse für Automation und Mechatronik, statt. Ein klarer Trend, der sich dort abzeichnete, ist der vermehrte Einsatz von Service- und Leichtbaurobotern außerhalb der Automobilindustrie in allen Sparten der so genannten „General Industry“.
Noch ist die Automobilindustrie der größte Einzelmarkt und gleichzeitig technologischer Treiber der Industrierobotik: Von den rund 165.000 Robotern, die im Jahr 2011 weltweit verkauft wurden – ein Plus von 37 % im Vergleich zum Vorjahr! -, gingen rund 54.000 in diese Branche. In absehbarer Zeit könnten sich die Gewichte allerdings verschieben: Angesichts des allgegenwärtigen Fachkräftemangels bei gleichzeitig steigenden Qualitätsanforderungen in Branchen wie der Elektro-/Elektronikindustrie, der Nahrungsmittelindustrie oder auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau, wird der Robotereinsatz zunehmend auch für die „General Industry“ interessant. - Und dies gilt weltweit: So haben auch im asiatischen Raum die Lohnkosten mittlerweile zum Teil ein Niveau erreicht, das auch in diesen Regionen den Trend zur Automatisierung in den nächsten Jahren massiv vorantreiben wird. Eine Zahl, die Bände spricht, stammt beispielsweise vom taiwanesichen Unternehmen Foxconn, einem der größten Auftragsfertiger von Elektronik- und Computerteilen: Bis zum Jahr 2014 will dieser eine Million Roboter in seinen Fertigungsstätten einsetzen!
Für die Robotik-Branche bedeutet das Folgendes: Schnelle Kleinroboter mit wenigen Kilo Handhabungsgewicht, Roboter mit zwei oder mehr Armen und innovative Konzepte aus dem Umfeld der industriellen Service-Robotik werden in den kommenden Jahren verstärkt in den Fokus der Anwender rücken. Einen Eindruck davon, was heute schon machbar ist und welche Konzepte sich noch im Forschungsstadium befinden, konnten sich die Besucher auf der Automatica 2012 verschaffen.










