Laser-Innovationspreis

Davina Spohn,

Fraunhofer Laserforscher erhalten Berthold Leibinger Preis

Die Berthold Leibinger Stiftung hat den Innovationspreis für herausragende Leistungen in angewandter Lasertechnologie vergeben. Zu den drei Preisträgern gehören auch zwei Projekte der Fraunhofer Gesellschaft.

© Fraunhofer-Institut für Lasertechnik

Wissenschaftler und Entwickler, die bei der Anwendung des Laserlichtes neue Wege gehen, würdigt  der Berthold Leibinger Innovationspreis. Die Berthold Leibinger Stiftung vergibt die Auszeichnung im Zweijahres-Rhythmus. Nach eigener Aussage gehört der Preis zu den am höchsten dotierten internationalen Innovationspreisen für Lasertechnologie – insgesamt 60.000 Euro verteilen sich ohne Zweckbindung auf drei Preisträger.

In diesem Jahr geht der erste Preis des Berthold Leibinger Innovationspreises an die Wissenschaftler Dr. Tso Yee Fan und Dr. Antonio Sanchez-Rubio vom MIT Lincoln Laboratory und dem Wissenschaftler und Entrepreneur Bien Chann, Mitbegründer von TeraDiode, USA, der die Kommerzialisierung der Entwicklung in die Hände genommen hat. Fan und Sanchez-Rubio haben ein Prinzip für Diodenlaser mit hoher Brillanz der Strahlenquelle auf den Weg gebracht.

Die Projektgruppe 'InnoSlab Laser' erhält in diesem Jahr den zweiten Preis. Dazu gehören dreizehn Mitarbeiter des Fraunhofer-Instituts für Lasertechnik ILT sowie dessen Ausgründungen Edgewave und Amphos. Hinter 'Innoslab' steckt eine Laserplattform für einen diodengepumpten Festkörperlaser. Dessen laserkatives Medium ist ein plattenförmiger (in Englisch ‚slab‘) und ein ein Millimeter dicker Kristall. Dieser bildet nicht mehr länger die Begrenzung des Laserlichts innerhalb der Strahlquelle, sondern der Laserstrahl breitet sich beim Durchgang im Kristall frei aus.

Mit der Prozessregelung für das Laserschweißen beschäftigt sich die Entwicklung von Andreas Blug (Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM), Felix Abt (Institut für Strahlwerkzeuge der Universität Stuttgart) und Leonardo Nicolosi (Institut für Grundlagen der Elektrotechnik und Elektronik an der Technischen Universität Dresden). Die Wissenschaftler haben eine zuverlässige Regelung der Einschweißtiefe für industrielle Laserschweißprozesse erarbeitet. Sie soll die Qualität der Schweißverbindung erhöhen und gleichzeitig den Energieeinsatz minimieren.

Anzeige
  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Aktoren / Antriebe

Künstlicher Muskel wird elastisch

Als ressourcenschonende Alternative zu Elektromotoren oder hydraulischen Antrieben gelten dielektrische Elastomer-Aktoren, so genannte künstliche Muskeln. Forschern des Fraunhofer IWS in Dresden ist es nun gelungen, die Metall beschichteten Flächen...

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Grossenbacher Systeme

Embedded KI als Servicetechniker

Teure Ausfallzeiten und Servicetickets gehören zu den zentralen Herausforderungen eines effizienten Fertigungsbetriebs. Embedded KI kann dazu beitragen, Kosten zu senken und die "Overall Operating Effectiveness (OEE)" zu verbessern, indem sie im...

mehr...
Jetzt Newsletter abonnieren