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Artikel und Hintergründe zum Thema

Siemens

Günter Herkommer,

Das 4. Quartal und das Gesamtjahr 2014

Siemens hat die Zahlen für das am 30. September beendete Geschäftsjahr 2014 bekannt gegeben. Fazit: Wenn auch der Umsatz stagniert, habe der Konzern laut Siemens-Chef Joe Kaeser die gesteckten Ziele dank eines starken vierten Quartals dennoch erreicht - trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und einer Reihe hausgemachter Probleme. Speziell die Sektoren Industry und Infrastructure & Cities stechen mit starken Ergebniszuwächsen hervor.

Siemens-Chef Joe Kaeser gibt sich selbstkritisch: "Wenn man zwei Jahre hintereinander nicht wächst, hat man offensichtlich ein Wachstumsproblem."

© Siemens

Rund 71,92 Mrd. Euro setzte der Siemens-Konzern im Geschäftsjahr 2014 um. Das sind zwar zwei Prozent weniger als im Vorjahr (73,33 Mrd. Euro), auf vergleichbarer Basis – sprich bereinigt um Währungseffekte – weist Siemens jedoch ein leichtes Umsatzwachstum von einem Prozent aus. Dies gilt analog für den Auftragseingang, der bei 78,35 Mrd. Euro (Vorjahr: 79,75 Mrd. Euro) liegt. Der Auftragsbestand betrug zum Ende des Geschäftsjahres 100 Mrd. Euro. Beim Gewinn nach Steuern weist die Siemens-Bilanz 5,5 Mrd. Euro aus nach 4,4 Milliarden Euro im Vorjahr – ein Plus von 25 %. Das Ergebnis Summe Sektoren stieg um 26 % auf 7,3 Mrd. Euro. Joe Kaeser, Vorstandsvorsitzender von Siemens kommentiert diese Zahlen mit den Worten: "Wir haben die ursprünglich versprochenen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2014 erreicht und dabei erhebliche Fortschritte bei der Stärkung unseres Portfolios gemacht. Die Vision 2020 gibt eine klare strategische Richtung für die Zukunft vor."

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Der Sektor Industry im Detail

Im Sektor Industry stieg der Umsatz real um 2 % auf 17,06 Mrd. Euro (Vorjahr: 16.90 Mrd. Euro), auf vergleichbarer Basis spricht Siemens von einem Wachstum in Höhe von 4 %. Der Auftragseingang legte um 2 % (vergleichbar: 5 %) auf 17.10 Mrd. Euro zu (Vorjahr: 16,69 Mrd. Euro), das Ergebnis verbesserte sich um stolze 44 % auf 2,25 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,63 Mrd. Euro).

Auf die Divisionen ‚Industry Automation‘ und ‚Drive Technologies‘ herunter gebrochen ergibt sich folgendes Bild:

Bei Industry Automation stieg der Umsatz um 2 % (vergleichbar: 4 %) auf 8,35 Mrd. Euro (Vorjahr: 8,19 Mrd. Euro), der Auftragseingang um 3 % (5 %) auf 8,41 Mrd. Euro (8,14 Mrd. Euro), und das Ergebnis um 35 % auf 1,40 Mrd. Euro (1,04 Mrd. Euro).

Die Division Drive Technologies lag beim Umsatz mit real 9,21 Mrd. Euro auf Vorjahresniveau (vergleichbar: +3 %), der Auftragseingang stieg um 2 % (5 %) auf ebenfalls 9,21 Mrd. Euro (9,02 Mrd. Euro), und das Ergebnis gar um 60 % auf 843 Mio. Euro (527 Mio. Euro).

Die restlichen Siemens-Sektoren

Im Sektor Energy stieg der Auftragseingang bereinigt um vier Prozent (28,64 Mrd. Euro), der Umsatz ging um drei Prozent zurück (24,63 Mrd. Euro). Das Ergebnis lag mit rund 1,6 Milliarden Euro rund 20 % unter dem Vorjahreswert von rund 2 Milliarden Euro.

Im Sektor Infrastructure & Cities sank der Auftragseingang bereinigt um 4 % (21 Mrd. Euro), der Umsatz stieg um 6 % auf 18,93 Mrd. Euro. Das Ergebnis schließlich lag mit rund 1,5 Milliarden Euro deutlich über dem Vorjahresniveau, von knapp 300 Millionen Euro.

Bleibt noch der Sektor Healthcare: Hier legte der Auftragseingang bereinigt um 3 % zu (12,82 Mrd. Euro), der Umsatz um 2 % (12,43 Mrd. Euro). Das Ergebnis betrug rund 2 Mrd. Euro und lag damit auf Vorjahresniveau.

Ausblick auf 2015

Siemens-Chef Joe Kaeser geht davon aus, dass das Geschäftsumfeld im Geschäftsjahr 2015 unter anderem wegen geopolitischer Spannungen komplex sein wird. Das Unternehmen erwartet demnach, dass die Umsatzerlöse auf organischer Basis auf dem Vorjahresniveau bleiben und mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 erreicht wird. Für das Industrielle Geschäft erwartet Kaeser eine Ergebnismarge zwischen 10 und 11 %.

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