Siemens

Inka Krischke,

Das zweite Quartal 2015

Siemens-Chef Joe Kaeser gab am 7. Mai die Zahlen für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2015 bekannt: Während Motion Control und Industrie-Software das Auftragswachstum der Digital Factory beflügeln, sinken Auftragseingang und Umsatz bei Process and Drives.

Siemens-Chef Joe Kaeser begründet das um 5 % rückläufige Ergebnis des industriellen Geschäfts vor allem mit der Division Power and Gas, die im schwierigen Marktumfeld des weltweiten Stromerzeugungsmarktes agiere.

© Siemens AG

"Im Geschäftsvolumen haben wir uns in unseren Märkten gut behauptet. Die Profitabilität des Industriellen Geschäfts zeigt, dass wir uns bei einigen Geschäften noch verbessern müssen", resümierte Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Insgesamt sank das Ergebnis des industriellen Geschäfts um 5 % auf 1,7 Mrd. Euro.

In Zahlen ausgedrückt: Der Auftragseingang ist im zweiten Quartal um 16 % auf 20,8 Mrd. Euro gestiegen (einschließlich Großaufträgen im Zuggeschäft). Auf vergleichbarer Basis, also ohne Währungsumrechnungs- und Portfolioeffekte, ist dies ein Anstieg um 7 %. Die Umsatzerlöse haben sich um 8 % auf 18 Mrd. Euro erhöht und das Book-to-Bill-Verhältnis beträgt damit 1,15. Auf vergleichbarer Basis bewegen sich die Umsatzerlöse auf Vorjahresniveau. Das Ergebnis des Industriellen Geschäfts ist mit 1,7 Mrd. Euro um 5 % rückläufig, was – wie erwartet - vor allem der Divison Power and Gas zuzuschreiben sei.

Für das gesamte Geschäftsjahr bestätigte Kaeser die Prognose: "Wir gehen davon aus, dass unser Geschäftsumfeld im Geschäftsjahr 2015 unter anderem wegen geopolitischer Spannungen komplex sein wird. Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse auf organischer Basis auf dem Vorjahresniveau bleiben und wir mit einem über den Umsatzerlösen liegenden Auftragseingang ein Book-to-Bill-Verhältnis von über 1 erreichen werden. Für unser industrielles Geschäft erwarten wir eine Ergebnis-Marge von 10 % bis 11 %."

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Stellenabbau in großem Stil

Im Zuge des Konzernumbaus streicht Siemens weitere 4.500 Stellen, davon nach aktuellem Stand rund 2.200 in Deutschland. Im Februar dieses Jahres hatte das Unternehmen "zur Straffung von Verwaltungsfunktionen" den Abbau von rund 7800 Arbeitsplätzen weltweit angekündigt, davon 3.300 in Deutschland. Deren Anzahl reduziert sich nach Abschluss der Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern auf rund 2.900 betroffenen Stellen in Deutschland.

 

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