General Electric
COM-Express als Basis
GE Intelligent Platforms stellt jetzt neue Automatisierungsgeräte vor: Basierend auf der COM-Express-Technologie will das Unternehmen nicht nur eine leistungsstarke Steuerungsplattform anbieten, sondern zusehends cloud-basierte Anwendungen forcieren.
Bei der Vorstellung der neuen Hardware-Linie unterstreicht Geschäftsführer Marcel van Helten drei Punkte, die bei den Neuentwicklungen im Fokus standen:
Erstens: Die neue Steuerungsplattform muss den Anforderungen des Industrial Internet genügen. Zweitens: Die Verwendung normkonformer Technologien wie Profinet und COM Express sollen zum einen maximale Flexibilität, andererseits aber auch kostengünstige Upgrades erlauben, was künftige Steuerungs- und cloud-basierte Automatisierungsanwendungen betrifft. Und drittens war den Entwicklern wichtig, ein robustes Design zu entwerfen, um den Betrieb der Geräte auch in anspruchsvollen Produktionsumgebungen zu gewährleisten.
Basis der neuen Steuerungsplattform RXi ist das COM Express-Modul bCOM6-L1200, das auch als eigenständiges Modul vertrieben wird. Die Kunden können zwischen fünf VIA Nano und VIA Eden Prozessoren mit einer Leistung zwischen 800 MHz und 1,2 GHz (x2) und einem Energieverbrauch zwischen 3, 5 und 13 W wählen. Speicherausbauten bis zu 8 GB DDR3 SDRAM erlauben die Bereitstellung anspruchsvoller Anwendungen.
Das Modul bietet einen Gigabit Ethernet-Port für Datenübertragungsraten von 10 und 100/1000 Mbit/s. Darüber hinaus ist es mit acht USB 2.0-Ports sowie zwei seriellen ATA Schnittstellen mit RAID 0- und 1- oder Port Multiplier-Support ausgestattet. An die SATA-Schnittstellen können SATA II-Laufwerke angeschlossen werden. RGB analog (CRT) und LVDS sowie zwei oder drei DDI-Ports sorgen für eine hohe Grafikleistung

Die neuen Module und Geräte
Das neue PAC-System
GE Intelligent Platforms verwendet dieses COM Express-Modul als Basis der neuen Steuerungs- und Rechnerplattform PACSystem RXi. Was den Aufbau der RXi-Steuerung betrifft, so unterscheidet sich laut GE die Steuerung grundlegend von dem herkömmlicher Systeme. So besitzt sie keine lokalen E/A-Punkte, was als eine Voraussetzung für zukünftige Erweiterungsfähigkeit angesehen wird. Zweitens verfügt die Steuerung über Profinet mit Ring-Redundanz. Per standardisiertem Profinet als E/A-Netzwerk können die Anwender frei zwischen den besten E/A-Modulen am Markt und anderen Elementen wie Laufwerken und Bildverarbeitungssystemen auswählen, die sie für ihr System verwenden wollen. Und schließlich ermöglicht das integrierte intelligente Display-Modul den Anwendern, standardmäßige Wartungsfunktionen auszuführen, ohne dass ein separater Computer mit einer Programmiersoftware erforderlich ist.
Auf den RXi Systemen läuft die gleiche PAC-Steuerung wie auf den bisherigen RX7i- und RX3i-Produkten von GE auch, was eine hohe Portabilität der Anwendung zwischen verschiedenen Formfaktoren gewährleisten soll. "Die RXi-Plattform kann auch als robuste Industrie-PC-Plattform eingesetzt werden", schließt Marcel van Helten, "weil sie die für den Betrieb in rauen Produktionsbedingungen benötigte Flexibilität eines Industrie-PCs mit der Zuverlässigkeit einer SPS vereint."
Der Flat-Panel-PC
Ebenfalls neu ist das bislang leistungsfähigste Modul der COM-Express-Reihe von GE: das bCOM6-L1400. Dank der Verarbeitungs- und Grafikfähigkeiten des kürzlich vorgestellten Intel Core i7-Prozessors unterstützt das bCOM6-L1400 auch mehrere unabhängige Displays. Das bCOM6-L1400 ist optional mit Single- oder Dual-Core-Prozessor erhältlich.
Mit dem Flat-Panel-PC Wolverine III stellt Geschäftsführer van Helten so denn auch ein Gerät vor, das bislang auf den COM-Express-Modulen bCOM6-L1100 basiert (Intel Core 2 Duo), zukünftig aber auch mit den bCOM6-L1400 erhältlich sein wird. Wolverine III soll zur Datenerhebung sowie für Steuerung und Betrieb komplexer Anlagen Verwendung finden. Van Helten betont, dass im Unterschied zu vielen anderen Displays der kratzfeste und blendfreie 15-Zoll-Touchscreen auch bei direkter Sonneneinstrahlung problemlos ablesbar sei. Aufgrund seiner robusten Konstruktion würden selbst extreme Stöße und Vibrationen für den im Temperaturbereich zwischen -40° und +60°C einsetzbaren Computer kein Problem darstellen.










