Sensorik

Inka Krischke,

Sick setzt Wachstumskurs fort

Der Sick-Konzern blickt auf ein starkes Geschäftsjahr 2012 – das Auftrags- und umsatzstärkste Jahr in der Unternehmensgeschichte – zurück. Der Sensorik-Hersteller erzielte ein Plus bei Umsatz, Auftragseingang, EBIT und Jahresergebnis.

Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender von Sick: "Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir von einem leichten einstelligen Wachstum aus".

© Sick

Den schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und Einflüssen volatiler Märkte konnte sich Sick weitgehend entziehen und weiter wachsen. Mit einem Auftragseingang von 994,9 Mio. Euro wurde der Wert aus dem Rekordjahr 2011 um 7,9 % übertroffen. Und auch der Umsatz erreichte zum Ende des Geschäftsjahres 2012 einen neuen Höchststand und lag mit 971,3 Mio. Euro um 7,6 % über dem Vorjahr.

Aufgrund des Unternehmenswachstums haben sich Personalaufwand und sonstige betriebliche Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr um 11,3 beziehungsweise 8 % erhöht. In Bezug auf die Kosten war das Jahr 2012 gekennzeichnet durch den weiteren intensiven Ausbau der Aufstellung im Bereich Forschung und Entwicklung sowie im weltweiten Vertrieb. Hinzu kamen organisatorische Anpassungen der Strukturen für die Zukunft, insbesondere die Verschmelzung der Sick Maihak GmbH auf die Sick AG zum 1. Januar 2013.

Trotz der in Summe höheren Kostenbelastungen aufgrund zahlreicher Strukturveränderungen, des Investments in den Kompetenzaufbau sowie der F&E-Tätigkeit wurde im Geschäftsjahr 2012 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) in Höhe von 84,1 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Wert des EBIT liegt wegen der Investitionen in die Zukunft und letztlich auch wegen des unruhigen Marktumfelds nur um 0,8 % über dem Wert aus dem Jahr 2011 (83,4 Mio. Euro).

Stärker gewachsen ist das Konzern-Jahresergebnis: 58,9 Mio. Euro bedeuten einen Zuwachs von 13,3 % gegenüber dem Vorjahr (52 Mio. Euro).

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Die Märkte im Einzelnen

Wichtigster Wachstumsmarkt für den Sick-Konzern war trotz etwas geringerer Zuwachsraten auch 2012 der asiatisch-pazifische Raum mit einem Umsatz von 172,4 Mio. Euro und damit einem Zuwachs von 16,6 % gegenüber 2011 (147,8 Mio. Euro). Diese Entwicklung liegt im Wesentlichen im weiteren Ausbau des Regional Product Center in Singapur und Malaysia begründet. Gleiches gilt für die Region Nord-, Mittel- und Südamerika, wo ebenfalls in den Ausbau des Regional Product Center in Minneapolis/USA investiert wurde und weiteres Umsatzwachstum erzielt wurde: Mit 188,7 Mio. Euro übertrifft der Umsatz des Geschäftsjahres 2012 den Vorjahreswert (174,4 Mio. Euro) um 8,2 %. In Deutschland wurde der Umsatz von 215,9 Mio. Euro um 7,9 % auf 233 Mio. Euro gesteigert. In der Region EMEA dagegen hat sich die Schwäche einiger europäischer Länder - allen voran Italien - bemerkbar gemacht: Der Umsatz lag mit 377,2 Mio. Euro um 3,2 % über dem Vorjahreswert (364,5 Mio. Euro).

Sick unterteilt die Geschäftstätigkeit des Konzerns in die Segmente Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation. Das Segment Fabrikautomation schloss das Geschäftsjahr 2012 mit einem Umsatz in Höhe von 559,8 Mio. Euro ab, 6,6 % mehr als im Vorjahr (525,2 Mio. Euro). An dieser Entwicklung hatte insbesondere die hohe Nachfrage von Automobilherstellern und -zulieferern nach Sensorik für den Produktionsprozess großen Anteil. In der Konsumgüterindustrie ist Sick im vergangenen Jahr in allen Kundensegmenten gewachsen. Die Elektronik- und Solarindustrie sowie die Antriebstechnik blieben dagegen hinter den Werten aus dem Vorjahr zurück. Innerhalb des Segments Logistikautomation lag der Umsatz lag zum Jahresschluss bei 227,3 Mio. Euro (2011: 214 Mio. Euro). Das Segment Prozessautomation hat die Wachstumschancen am besten genutzt: Hier wurde der Umsatz von 163,5 Mio. Euro um 12,7 % auf insgesamt 184,2 Mio.

Die Prognose für die Entwicklung im Jahr 2013 fällt trotz der verhaltenen Geschäftsentwicklung im ersten Quartal vorsichtig optimistisch aus. „Für das laufende Geschäftsjahr gehen wir aufgrund der derzeitigen konjunkturellen Entwicklung von einem leichten einstelligen Wachstum aus“, führt Dr. Robert Bauer, Vorstandsvorsitzender der Sick AG, aus.

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