Sick

Inka Krischke,

Umsatzwachstum in turbulentem Marktumfeld

Dank Innovationen und Fokussierung auf strategische Industriemärkte konnte Sick im Geschäftsjahr 2025 den Umsatz moderat steigern. In einem turbulentem Marktumfeld konnte das Unternehmen seine Position behaupten und mit Sensorlösungen Marktanteile gewinnen. Die Profitabilität bleibt auf niedrigem Niveau.

Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender von Sick © Sick

Das Jahr 2025 war in wirtschaftlicher und geopolitischer Hinsicht von vielen Herausforderungen und Unsicherheiten geprägt. Dies bestimmte auch den Geschäftsverlauf des Jahres. Neben einer anhaltenden Marktschwäche waren ungünstige Wechselkurse, die globale handelspolitische Entwicklung sowie zunehmender Wettbewerbs- und Preisdruck, insbesondere aus China, wesentliche Belastungen für den Geschäftsverlauf des Sick-Konzerns.

Der Umsatz im Geschäftsjahr 2025 stieg moderat an und betrug 1850 Millionen Euro. Das entspricht einer Veränderung von +6,5 Prozent zum Vorjahr. Dabei wirkten sich Währungseffekte negativ aus: Bei Annahme unveränderter Durchschnittskurse zum Vorjahr wären die Umsatzerlöse um 9,3 Prozent gestiegen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) reduzierte sich geringfügig um 0,5 Prozent auf 54,7 Millionen Euro, die EBIT-Marge betrug 3,0 Prozent.

In Asien-Pazifik konnte Sick den Umsatz im zweistelligen Prozentbereich steigern, insbesondere in China. Das Wachstum in den Regionen EMEA und Americas fiel mit rund 4 beziehungsweise unter 3 Prozent deutlich geringer aus. Das starke Wachstum im Heimatmarkt Deutschland ist durch einmalige Sondereffekte positiv beeinflusst.

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Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender, sagt: „Mit Blick auf die weiterhin herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Unsicherheiten in vielen Märkten haben wir 2025 das Umsatzwachstum im erwarteten Rahmen steigern können. Dennoch stellt uns das Ergebnis in der Gesamtbewertung nicht vollständig zufrieden, denn die Umsätze und Auftragseingänge lagen trotz zuletzt anhaltender Wachstumsdynamik unterhalb des Niveaus früherer Jahre. Unsere anhaltend hohen Investitionen und Ausgaben für Forschung und Entwicklung bilden eine gute Basis für den weiteren Ausbau der Geschäftstätigkeit und das zukünftige Wachstum des Konzerns. Gleichzeitig müssen die internen Strukturen den neuen Marktgegebenheiten angepasst werden. Hierbei liegt unser Fokus auf dem zu hohen Kostenniveau in Deutschland.“

Jan-H. Eberhardt, Finanzvorstand, erklärt: „Sick verfügt über eine solide Bilanzstruktur. Unsere strategischen Innovationen wollen wir auch in Zukunft aus eigener Kraft finanzieren, um Wachstumschancen nutzen zu können. Im Geschäftsjahr 2025 haben wir durch die konsequente Optimierung interner Strukturen und Prozesse sowie eine anhaltende Kostendisziplin unser Ergebnis stabilisieren können. Die weitere Verbesserung unserer Ertragskraft ist wichtiges Ziel, um als unabhängiges Familienunternehmen erfolgreich zu sein.“

Zum Bilanzstichtag 31.12.2025 beschäftigte der Konzern 10.158 Mitarbeitende und damit 0,2 Prozent weniger als im Vorjahr.

Verhalten optimistischer Ausblick auf 2026

„Für das Jahr 2026 rechnen wir mit anhaltenden Unsicherheiten wie geopolitischen Spannungen, handelspolitischen Risiken durch dauerhaft hohe Zollniveaus, denen wir mit fortgeführten Maßnahmen zur Ergebnisverbesserung und einer hohen Marktpräsenz begegnen. Die wirtschaftlichen Folgen des Kriegs im Nahen Osten sind derzeit nicht absehbar. Stark steigende Energiepreise und unterbrochene Lieferketten dämpfen die Erwartungen“, sagt Vorstandsvorsitzender Dr. Mats Gökstorp. „Mit intelligenten Sensorlösungen und einem klaren Fokus auf Automatisierung, Logistik und Industrial AI richtet Sick den Blick auf profitables Wachstum im Jahr 2026."

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