Vega
Sicherheit für Schiff und Hafen
Legen Containerschiffe unsanft an der Kaimauer an, kann das mitunter große Schäden wie Schrammen, Risse oder ganze Abbruchstellen verursachen. In Bremerhaven helfen 58 Radarsensoren von Vega, um rechtzeitig gegensteuern zu können.
Die Hafengesellschaft Bremenports möchte einen der größten Containerhäfen Europas weiter digitalisieren und treibt die Automatisierung des Terminals voran. Unterstützt wird sie dabei von Vega und dem Radarsensor ‚Vegapuls 6X‘: 58 Radarsensoren messen ab einer Distanz von rund 90 m den Abstand eines einlaufenden Schiffs zur Kaimauer. Die Echtzeitdaten geben Rückschlüsse auf die Faktoren Geschwindigkeit und Winkel, mit denen ein Containerriese auf den Kai zusteuert. Auf dieser Grundlage können Lotsen und Schiffscrew entsprechend reagieren und werden beim Anlegemanöver unterstützt.
Der Radarsensor misst mit einer Frequenz von 80 GHz. Die Messung bleibt auch bei Nebel, Kondensat oder Anhaftungen an der Antenne zuverlässig und präzise – gute Voraussetzungen für den Einsatz im Container-Terminal, wo Salzwasser, Wellen und Wind an der Tagesordnung sind.
Häfen werden smarter
Das innovative Schiffsanlegemesssystem, kurz SAMS, soll im Übrigen nicht nur Schäden an der Kaimauer vermeiden, sondern auch die Funktions- und Betriebssicherheit im Überseehafen steigern. Auch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr fördert die Digitalisierungsbestrebungen der deutschen Häfen – und unterstützt das Projekt in Bremerhaven mit 1,2 Mio. Euro. »Die digitale Transformation der Häfen ist im vollen Gange, es wird immer smarter, effizienter und sicherer gearbeitet. Dank der neuartigen Radarsensoren, die im Zuge des SAMS-Projektes in Bremerhaven Einzug halten, kann die Auslastung des Hafens optimal geplant, Hafenentgelte abgerechnet oder Schiffe leichter navigiert werden«, wird Verkehrsminister Volker Wissing in einer Pressemitteilung anlässlich der Übergabe des Förderbescheids zitiert.











