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Artikel und Hintergründe zum Thema

Posital

Inka Krischke,

Winzlinge mit Power

Posital präsentiert auf der SPS Mini-Encoder mit einem Durchmesser von nur 20 mm. Zu den Besonderheiten äußert sich Europa-Geschäftsführer Jörg Paulus.

Jörg Paulus, Europa-Geschäftsführer von Posital © Posital

Als weltweit kleinste Multiturn-Encoder für Positionsfeedback in Klein- und Kleinstantrieben haben Sie schon vor fünf Jahren die 22-mm-Baureihe gestartet. Was ist nun neu?

Neu ist die geringere Größe, die optimierte Performance mit 18 Bit Auflösung und reduziertem Energieverbrauch und – ganz entscheidend – ein verbessertes Preis-Leistungsverhältnis. Denn damals waren die Kosten der 22-mm-Kit-Encoder noch recht hoch, was gerade bei Kleinstmotoren ein Problem darstellt: Da diese Motoren nicht so viel können, sind sie recht günstig. Kostet dann der Encoder zu viel, entscheiden sich viele Kunden für den Motor ohne Encoder, obwohl er echten Mehrwert brächte, denn mit Multiturn ist kein Referenzfahren mehr nötig und bei Stromausfall muss nicht alles zurückgesetzt werden. Aber der Preis spielt eben eine große Rolle.

Für ein erfolgreiches Kostenmanagement bei der Entwicklung der Minis sorgte die Nutzung unserer Gen4-Plattform, die sich bereits beim jüngst abgeschlossenen ‚Next-Gen‘-Upgrade unseres 36-mm-Encoder-Portfolios bewährt hat. Dabei greift Technologie wie die Umstellung der Singleturn-Erfassung auf TMR-Sensorik oder der Einsatz eines von uns in Eigenregie komplett überarbeiteten Wiegand-Pakets für den energieautarken Multiturn-Betrieb. Unter’m Strich sind die leistungsstärkeren 20-mm Kit Encoder preiswerter als der Vorläufer im 22-mm-Format.

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Wo lag die größte Herausforderung bei der Entwicklung?

Die kniffeligste Aufgabe war, unser Funktionspaket aus Wiegand-Sensor – als Taktgeber und Energy Harvesting-System – und ASIC als Logic-Controller, die zentrale Schnittstelle zum energieautarken Umdrehungszähler für den Betrieb im nochmal verkleinerten Magnetfeld gezielt nachzujustieren. Es musste sichergestellt werden, dass das Wiegand-basierte Multiturn-System in jeder Situation, also etwa bei Temperaturschwankungen, unterschiedlicher Schnelligkeit der Umdrehung oder kleineren EMV-Störungen, immer präzise zählt. Als riesiges Plus bei dieser Feinjustierung erwies sich die Tatsache, dass wir seit dem Start der Gen4-Plattform unseren ASIC komplett inhouse entwickeln und fertigen. Besonders aufwendige Designänderungen ergaben sich beim Wiegand-Sensor, weshalb für den 20-mm-Mini mit Hilfe unserer Wiegand-Schwester Ubito eigens ein neuer Sensor konzipiert wurde.

Wird es auch Standalone-Varianten geben?

Mini-Encoder (d= 20mm) von Posital für batterielosen Multiturnbetrieb © Posital

Ja, gleich vom Start weg gibt es die 20-mm-Minis auch als Standalone-Encoder. Anders als die modularen Kits, die direkt auf der Antriebswelle installiert und in einen Motor beziehungsweise eine Maschine integriert werden, sind die Standalone-Typen komplette Einheiten, die fest in einem Gehäuse mit Flansch und Welle verbaut sind.

Auf welche Anwendungen zielen Sie mit den neuen Encodern?

Voll im Fokus sind sicherlich Kleinstmotoren, die sich mit den Minis relativ schnell und kostengünstig auf ein höheres Performance-Level hieven lassen. Zugleich sehen wir mehr und mehr auch andere Motion Control-Anwendungen, wenn es um Präzision und Performance auf engstem Raum geht.

Sind auch Einsätze in der Robotik möglich?

Gerade die Robotik ist der aktuelle Treiber für diese Anwendungen. Roboter benötigen Motoren, die klein und leistungsstark sind und mittels Drehgeber eine genaue Positionierung bekommen. Stark gefragt sind Multiturn-Minis etwa bei Einsätzen in mobilen Robotern, wie kleinen autonomen Fahrzeugen, in Drohnen oder Roboterhunden. Selbst Lösungen für die Hände humanoider Roboter, bei denen jeder Finger von einem eigenen Elektromotor gesteuert wird, rücken ins Visier der 20-mm-Minis.

Posital auf der SPS 2025: Halle 4A Stand 300

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