World Backup Day 2026

Newsdesk,

Backups sind mehr als reine IT-Aufgabe

 Der 31. März ist 'World Backup Day' und dient als Erinnerung, die eigenen Daten zu sichern. Denn diese können nicht nur durch Cyberangriffe, sondern auch durch technsiche Defekte, Diebstahl oder Unachtsamkeit verlorgen gehen.

© solidmaks/stock.adobe.de

Datenverlust kann unerwartet und in den unterschiedlichsten Formen auftreten, sei es durch einen technischen Defekt, einen Cyberangriff oder einen Unfall. Wer vorab eine Datensicherung angelegt hat, kann die gespeicherten Daten, etwa Dokumente, Kontakte und Fotos, aber ganz einfach auf ein neues Gerät übertragen. Zum World Backup Day am 31. März 2025 erinnert das BSI Verbraucherinnen und Verbraucher daran, wie wichtig eine regelmäßige Datensicherung ist.

Für ein Backup stehen Verbraucherinnen und Verbrauchern unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Dazu zählen:

  • Externe, physische Speichermedien: Das kann etwa eine externe Festplatte oder ein USB-Stick sein. Sie bieten den Vorteil, dass die Daten auch ohne Internetverbindung übertragen werden können. Ein Risiko stellen allerdings Verlust, Diebstahl oder ein Defekt des Speichermediums dar. Es lohnt sich daher auch, die externe Festplatte oder den USB-Stick getrennt von dem Gerät aufzubewahren, dessen Daten darauf gesichert sind.
  • Cloud-Speicher: Viele Anbieter von Cloud-Speichern ermöglichen den Komfort einer regelmäßigen und automatischen Synchronisation sogar über mehrere Geräte. Nutzende sollten sich über die Sicherheitsfunktionen und die Datenschutzrichtlinien des Anbieters informieren.
Anzeige

Ein Backup kann sowohl in der Cloud als auch auf einem physischen Speichermedium, beispielsweise einer externen Festplatte, erfolgen. Um den Cloud-Anbieter auf Seriosität zu überprüfen, reicht oft schon eine einfache Recherche per Suchmaschine. Wer sich für ein physisches Speichermedium entscheidet, sollte dieses an einem anderen Ort aufbewahren als beispielsweise dem Computer, dessen Daten gesichert werden sollen. So ist für Ernstfälle wie Einbruch oder Brand vorgesorgt.

Weitere Informationen fasst das BSI in einer Anleitungen zur Erstellung einer Sicherheitskopie für verschiedene Geräte und Betriebssysteme zusammen.

Statements zum World Backup Day 2026

Marie Menke, Expertin für Verbraucherschutz beim BSI: Backups auch in privaten Umfeld

„Ob Familienfotos, Kontakte oder Dokumente – auf unseren Computern, Smartphones und Tablets sind unzählige wichtige Daten gespeichert. Erleidet das Gerät einen technischen Defekt, gehen diese jedoch verloren. Dasselbe kann im Falle eines Cyberangriffs oder durch menschliche Fehler der Nutzenden geschehen. Daher lohnt es sich, die Daten mithilfe eines Backups zu sichern.“

Corey Nachreiner, Chief Security Officer bei WatchGuard Technologies: Backups schützen Datenverfügbarkeit

Corey Nachreiner, WatchGuard Technologies © WatchGuard Technologies

„Der Welt-Backup-Tag am 31. März erinnert daran, dass Datensicherung längst mehr ist als eine reine IT-Aufgabe: Sie ist ein entscheidender Baustein für Unternehmens- und Cyberresilienz. Daten zählen nach wie vor zu den wertvollsten und gleichzeitig am stärksten gefährdeten Ressourcen jedes Unternehmens, unabhängig von der Branche. Regelmäßige, funktionierende Backups helfen, Ausfallzeiten zu reduzieren, den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten, Compliance-Anforderungen zu erfüllen und nach Störungen schnell wieder handlungsfähig zu sein.

Die zentrale Botschaft des diesjährigen Welt-Backup-Tags ist klar: Es reicht nicht, Daten nur zu sichern – entscheidend ist, Backups zu testen, zu schützen und sicherzustellen, dass sie sich im Ernstfall zuverlässig wiederherstellen lassen. Bei Angriffen erholen sich nämlich die Unternehmen am schnellsten, die wissen, dass ihre Daten immer und jederzeit verfügbar sind. Eine solide Backup-Strategie ist hier von hoher Bedeutung und sollte einen detaillierten Wiederherstellungsplan beinhalten, der festlegt, welche kritischen Systeme im Notfall zuerst wiederhergestellt werden müssen. Ebenso wichtig ist die Qualität der Backups: Statusüberwachung und regelmäßige Wiederherstellungstests gewährleisten, dass Daten stets vollständig sind.

Dabei darf nicht vergessen werden: Backups schützen die Verfügbarkeit von Daten, garantieren aber nicht deren Vertraulichkeit. Verschlüsselung ist die erste entscheidende Verteidigungslinie gegen unbefugten Zugriff und Datenlecks – und das gilt auch für Backup-Daten. Angesichts von Ransomware, die zunehmend durch Datendiebstahl und Erpressung Betriebsstörungen verursacht, müssen Unternehmen Endpunkte, Identitäten und sensible Daten absichern, damit Angreifer das, was sie finden, nicht ohne Weiteres offenlegen oder zu Geld machen können.“ 

Andre Schindler, General Manager EMEA, NinjaOne: Backups sind kein Häkchen auf der To-do-Liste

Andre Schindler, NinjaOne © NinjaOne

„Der World Backup Day erinnert daran: Backups sind kein Häkchen auf der To-do-Liste, sondern ein wesentlicher Faktor für betriebliche Resilienz. Und diese muss mithilfe aktueller Backup-Strategien überall dort greifen, wo geschäftskritische Daten entstehen, verteilt über Endpoints, Server und SaaS-Anwendungen. Entscheidend ist nämlich nicht nur, dass gesichert wird, sondern wie schnell und verlässlich sich Daten im Ernstfall wiederherstellen lassen – ohne Medienbrüche, unnötige Komplexität und Zeitverlust. Wenn IT-Teams Backups mounten, Dateien direkt aus einer zentralen Oberfläche wiederherstellen und unmittelbar per Remote-Zugriff reagieren können, werden Wiederherstellungsprozesse deutlich schneller und klarer: weniger Komplexität, mehr Effizienz – und vor allem mehr Handlungssicherheit, wenn es darauf ankommt.“

Christian Scharrer, Dell Technologies © Dell

Christian Scharrer, Enterprise Architect und CTO Ambassador bei Dell Technologies: Backups schützen

„Eine regelmäßige Datensicherung gehört zu den Security-Basics, genügt aber nicht mehr, um sich vor Ransomware-Angriffen zu schützen. Unternehmen benötigen Backups und Datenkopien, die Cyberkriminelle nicht kompromittieren können, weil sie manipulationssicher auf unveränderlichen Speichern oder gut abgeschottet in Datentresoren liegen. Unabhängig davon müssen Unternehmen ihre Backups aber auch regelmäßig auf Funktionsfähigkeit überprüfen, denn wenn die Wiederherstellung im Ernstfall nicht funktioniert, ist die Datensicherung wertlos und verschwendet nur Speicherplatz.“

In einer Mitteilung betont Dell, wie wichtig nicht nur Backups, sondern auch deren Schutz ist. Um zu verhindern, dass Cyberkriminelle die Datensicherungen unbrauchbar machen, sollten Unternehmen ihre Backups auf unveränderlichen Speichern, sogenanntem Immutable Storage, ablegen, so das Unternehmen. Dabei handelt es sich um spezielle Plattformen, die ein nachträgliches Verändern einmal geschriebener Daten durch einen „Retention Lock“ beziehungsweise „Object Lock“ für eine definierte Zeitspanne unterbinden. Das schützt Backups nicht nur vor der Manipulation durch Ransomware, sondern auch vor dem versehentlichen Löschen durch Anwender.

Besonders wichtige Backups oder Kopien der wertvollsten Daten gehören darüber hinaus in abgeschottete Speicher, sogenannte Cyber-Vaults. Diese Datentresore sind durch ein betriebliches Air-Gap vom Rest der Infrastruktur getrennt und damit für Ransomware nicht zu erreichen. Nur zu ganz bestimmten Zeiten sind die Speicher im Netzwerk sichtbar, um geprüfte Daten nach einer strengen Authentifizierung über verschlüsselte Verbindungen aufzunehmen.

Sowohl Immutable Storage als auch Cyber-Vaults lassen sich auf lokalen Speichersystemen und in der Cloud einrichten, sodass Unternehmen mehrere Datenkopien anlegen und mindestens eine davon „offsite“, also außer Haus aufbewahren können – ganz so, wie es im Rahmen der bewährten 3-2-1-Backup-Strategie empfohlen wird. 

  • Xing Icon
  • LinkedIn Icon
Anzeige
Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

TrendAI

Deutschland bei Ransomware unter Top drei

Der Cyber Risk Report 2026 von TrendAI zeigt: Deutschland gehört bei Ransomware-Angriffen weltweit zu den drei am stärksten betroffenen Ländern. Gleichzeitig sinkt das durchschnittliche Cyberrisiko von Unternehmen leicht.

mehr...
Anzeige
Anzeige

Adlon

OT ist nicht länger offline

Die Produktion ist heute so vernetzt wie nie und dadurch attraktiv für Angreifer. Die Angriffe verlaufen hybrid, beginnen in der IT und wirken in der Produktion. Ein Security Operations Center (SOC) bleibt in diesem Umfeld nur dann wirksam, wenn es...

mehr...
Anzeige

Moxa

Risiken in der Feldebene absichern

Maschinenbauer müssen im Rahmen des Cyber Resilience Act Sicherheitsrisiken systematisch bewerten und minimieren. Beispiele aus der OT-Praxis zeigen typische Schwachstellen und mögliche Gegenmaßnahmen auf der Feldebene.

mehr...
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Jetzt Newsletter abonnieren