Robotik

Günter Herkommer,

'Public-Private Partnership' zwischen EU-Kommission und Industrie

Die Europäische Kommission hat mit der Organisation euRobotics ein 'Memorandum of Understanding' unterzeichnet. Ziel ist die Gründung einer 'Public-Private Partnership' zur Förderung der Robotik in Europa.

Die Unterzeichner des Memorandum of Understanding: Neelie Kroes, Vizepräsidentin der europäischen Kommission (links), Prof. Herman Bruyninckx, Universität von Leuven (mitte) und Dr. Bernd Liepert, CTO von Kuka (rechts).

© Gleamlight

Rund 100 Repräsentanten der europäischen Robotik-Szene hatten sich Mitte September in Brüssel zusammengefunden, um die angedachte Public-Private Partnership (PPP) auf den Weg zu bringen.  Die PPP ist ein Joint-Venture zwischen der ‚public side‘, repräsentiert von der 'European Commission Directorate General for Communications Networks, Content and Technology' – kurz DG Connect -, und der 'private side', welche durch euRobotics vertreten wird. Letztere ist eine Non-Profit-Organisation, in der sich Mitglieder aus Industrie, Forschung und akademischen Einrichtungen zusammengeschlossen haben. Die angedachte PPP soll als Initialverstärker für Forschung, Entwicklung und Innovation rund um die europäische Robotik wirken. Angedacht ist in diesem Zusammenhang die Erarbeitung einer gemeinsamen strategischen Forschungs-Roadmap.

Neelie Kroes, Vizepräsidentin der EU-Kommission, betonte in diesem Zusammenhang: „Eine starke Robotik-Industrie ist der Schlüssel für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit Europas. Unsere Robotik zu stärken bedeutet neue Jobs und eine starke europäische Fertigungsindustrie.“ Dr. Bern Lippert, CTO von Kuka und neuer Präsident von euRobotics, ergänzte: "Die Mitglieder unserer Organisation erhalten durch die Public-Private Partnership die einmalige Chance, die Zukunft der europäischen Robotik mitzugestalten.

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Vertreter von Roboter-Herstellern, Komponenten-Anbietern, Systemintegratoren sowie von diversen Forschungsinstituten und Universitäten repräsentierten in Brüssel die 'private' Seite der künftigen 'Public-Private Partnership in Robotics'.

© Gleamlight

Basierend auf einem jährlichen Update der Roadmap wird die Organisation in der Lage sein, Themen und Finanzierungs-Profile für das nächste EU-Framework-Programm vorzuschlagen." Dieses Programm mit dem Namen 'Horizon 2020' wird 2014 bis 2020 laufen und soll die Hauptfinanzierungsquelle der PPP darstellen.

Als "Stimme" der Forschung wandte sich schließlich Dr. Hermann Bruyninckx, Professor an der Universität Leuven und Vizepräsident für Forschung bei euRobotics, an die in Brüssel versammelte Robotik-Gemeinde. Seinen Worten zufolge stellt die 'robotics PPP' im Vergleich zu anderen Public-Private Partnerships  "eine einzigartige Kooperation zwischen der akademischen Sparte und der Industrie dar". Dies werde von großem Vorteil sein, wenn es darum geht, Forschungsergebnisse effizienter in Produkte umzusetzen.

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